Fußball

Kurz vor dem Saisonstart: Regelung zu Gelbsperren wird geändert

Schiedsrichter João Pinheiro zeigt Joshua Kimmich in der Allianz Arena die Gelbe Karte.
Joshua Kimmich & Co. können sich in der kommenden Saison eine zusätzliche Gelbe Karte leisten, bevor eine Sperre fällig wird.

Die UEFA entschärft ihre Gelbsperren-Regel: Ab der kommenden Saison müssen Spieler, Trainer und Betreuer erst nach der vierten Verwarnung aussetzen. Damit reagiert der Verband auch auf deutliche Kritik von Bayern-Coach Vincent Kompany.

Die UEFA ändert zur kommenden Saison ihre umstrittene Regel hinsichtlich Gelbsperren. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, werden Spieler sowie Trainer und Betreuer zukünftig erst nach einer vierten Verwarnung im laufenden Wettbewerb für ein Spiel gesperrt. Die Änderung gilt für alle drei Europapokal-Wettbewerbe. Die UEFA reagiert damit auch auf Kritik von Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany.

Der Belgier hatte die bisherige Regelung, wonach schon drei Gelbe Karten eine Sperre nach sich zogen, in der vergangenen Saison scharf kritisiert. Die Regel sei „zu aggressiv“, sagte Kompany vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Real Madrid. Gerade für Abwehrspieler sei es „fast unmöglich, nicht gesperrt zu sein, auch wenn sie es ganz fair versucht haben“.

Am Ende wurde bei den Bayern nur Kompany gesperrt

Seit der Umstellung von der Gruppen- auf die Ligaphase zur Saison 2024/25 bestreiten die Vereine in den Europapokal-Wettbewerben mehr Spiele. Die Bayern mussten gegen Real vor der Löschung der Gelben Karten nach dem Viertelfinale gleich um vier Stammspieler bangen.

Kurios: Am Ende war nur Kompany selbst von der alten Regelung betroffen. Der Trainer sah gegen Real seine dritte Gelbe Karte und musste das Halbfinal-Hinspiel bei Paris Saint-Germain von der Tribüne aus verfolgen. (sid/mp)

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