Krankheit der Tochter: Advocaat tritt als Trainer von WM-Gegner Curaçao zurück
Völlig überraschend ist Curaçao erstmals bei einer Fußball-WM dabei. Doch jetzt muss der klare Außenseiter ohne seinen Erfolgscoach auskommen.
Beim deutschen Vorrundengegner Curaçao gibt es knapp vier Monate vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft einen überraschenden Trainerwechsel. Der Niederländer Dick Advocaat erklärte aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt, nachdem er das Team von der kleinen Karibikinsel völlig überraschend erstmals zum Turnier in den USA geführt hatte.
Ex-Schalke-Trainer Rutten übernimmt Posten von Advocaat
Der 78-Jährige, der in der Vergangenheit unter anderem Borussia Mönchengladbach und die niederländische Nationalmannschaft trainierte, zieht sich wegen der Krankheit seiner Tochter zurück. Für ihn soll sein Landsmann Fred Rutten (63) den Außenseiter bei der WM trainieren. Der frühere Schalke-Coach tritt die Nachfolge von Advocaat sofort an.

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„Ich habe immer gesagt, dass die Familie über Fußball steht“, sagte Advocaat, der Curaçao als bislang kleinstes Land der WM-Geschichte zur Weltmeisterschaft vom 11. Juni bis 19. Juli geführt hatte. „Ich sehe die Qualifikation mit dem kleinsten FIFA-Land der Welt für eine WM als einen der Höhepunkte meiner Karriere.“ Rutten wird „The Blue Wave“ (Die blaue Welle), wie das Nationalteam Curaçaos genannt wird, erstmals im März bei einem kleinen Turnier in Australien mit dem Gastgeber und China betreuen.
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„Es ist traurig für Dick, aber Curaçao kann von mir den gleichen Einsatz erwarten“, sagte Rutten. Deutschland trifft im ersten Gruppenspiel am 14. Juni in Houston auf Curaçao. Weitere Gegner der Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Gruppe F sind die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni). (dpa/ea)
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