Rekordmeister stürzt brutal ab! Ex-HSV-Star spricht von „Skandal“
Der historische Absturz in die Abstiegsrunde hat den dänischen Rekordmeister FC Kopenhagen zutiefst erschüttert. „Ich schäme mich in Grund und Boden. Verdammt noch mal in Grund und Boden“, sagte Führungsspieler Thomas Delaney nach dem entscheidenden 1:2 gegen den FC Randers am letzten Spieltag der Hauptrunde.
„Das ist ein schwarzer Tag, das ist peinlich – und es ist verdient“, ergänzte Trainer Jacob Neestrup bei TV2. Delaney war wie der zweimalige Nationalspieler Youssoufa Moukoko nur Joker.
Kopenhagen-Fans: „Ihr seid alle Schuld – schämt euch!“
Mit der neunten Niederlage im 22. Saisonspiel steht fest, dass der ruhmreiche FCK, der eine Fanfreundschaft mit dem HSV pflegt, erstmals in die Abstiegsrunde der Superliga muss. „Es ist meine Schuld. Es ist unsere Schuld. Es ist so schlimm. Wir haben die Erwartungen nicht erfüllt. Wir haben nicht einmal die verdammten Mindestanforderungen erfüllt“, sagte Delaney, der in der Bundesliga für Dortmund, Bremen und Hoffenheim spielte.

TV-Experte Stig Töfting (spielte einst beim HSV) sprach von einem „Skandal“, die treuesten Fans protestierten mit zahlreichen Bannern gegen die „überbezahlte“ Mannschaft und die Klubführung. „Ihr seid alle schuld – schämt euch!“, hieß es auf einem der Spruchbänder.
Trotz vergeigter Saison ist der Abstieg unwahrscheinlich
In der vergangenen Saison hatte sich die Mannschaft noch den 16. Meistertitel gesichert, den sechsten innerhalb von zehn Jahren. Jetzt reichte es für Kopenhagen nur zu Rang sieben, der schlechtesten Platzierung seit Rang acht in der Saison 1999/2000. Auch Moukoko erfüllte die Erwartungen mit drei Toren in 18 Ligaspielen nicht.
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In der Champions League hatte Kopenhagen nur ein Punkt zum Erreichen der Play-offs gefehlt. Ganz verloren ist die Saison aber noch nicht: Ein Abstieg ist angesichts des Vorsprungs von zehn Punkten auf den Vorletzten Silkeborg IF unwahrscheinlich. Und im Pokal hat der FCK im Halbfinal-Rückspiel am Samstag bei Viborg FF sogar noch eine Titelchance (Hinspiel 2:1). (sid/ea)
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