Klopp war sein Trainer: Regionalliga-Spieler rassistisch beleidigt
Beim Spiel in der Regionalliga Südwest zwischen den Kickers Offenbach und den Stuttgarter Kickers (0:0) soll ein Spieler rassistisch beleidigt worden sein. Es sei zu „üblen rassistischen Beschimpfungen durch einzelne Zuschauer“ gegen Stuttgarts Melkamu Frauendorf (22) gekommen, teilten beide Klubs in einer Stellungnahme mit. Der Vorfall wurde demnach umgehend gemeldet.
Die Polizei ermittelt derzeit aber noch nicht. Es liege noch keine Anzeige vor, sagte ein Polizeisprecher. „Wir haben aber Kenntnis davon.“
Frauendorf vor den Kickers unter Klopp in Liverpool
Melkamu Frauendorf wurde in Äthiopien geboren, kam 2008 nach Deutschland, wo er gemeinsam mit seinem Bruder adoptiert wurde. Über die Jugend der TSG Hoffenheim wechselte der Mittelfeldspieler 2020 zum FC Liverpool, wo er für die U18 und U23 spielte und 2021/22 sogar unter Jürgen Klopp im FA Cup debütierte sowie den Titel gewann. 2024 kehrte Frauendorf nach Deutschland zurück, absolvierte 24 Spiele für die U23 von Hannover 96 und wechselte 2025 zu den Stuttgarter Kickers, für die er in der aktuellen Saison 20 Regionalliga-Spiele (zwei Tore) absolviert hat.

In der gemeinsamen Stellungnahme verurteilten beide Traditionsvereine die rassistischen Beleidigungen. „Wir sind geschockt“, sagte Stuttgarts Präsident Rainer Lorz. „Dies hat auf keinem Fußballplatz der Welt etwas zu suchen.“
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Auch OFC-Präsident Joachim Wagner bezog nach der Partie am Samstag Stellung: „Rassistische Beleidigungen sind durch nichts zu rechtfertigen und widersprechen den Werten unseres Vereins und des Sports insgesamt. Kickers Offenbach steht für Fairness, Respekt und Vielfalt. Wir stehen solidarisch an der Seite von Melkamu Frauendorf.“ (dpa/ea)
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