„Kindergarten“: Werder zwischen Wut und Feier – Zukunfts-Entscheidung getroffen

Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz
Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz hat in dieser Saison kein gutes Bild abgegeben, soll aber bleiben.

Werder Bremen schafft auf der Rückreise aus Hoffenheim den Klassenerhalt. Nach einer holprigen Saison richten sich die Blicke nach vorn.

Um 20.25 Uhr durfte Clemens Fritz endlich durchatmen. Werder Bremens Sportchef hatte nach dem 0:1 bei der TSG Hoffenheim mit der Mannschaft längst das Stadion verlassen, als der Klassenerhalt dank Bayern Münchens Sieg beim VfL Wolfsburg mit Verspätung doch noch perfekt war. Ein drohendes Nervenspiel gegen Borussia Dortmund bleibt den Grün-Weißen am letzten Spieltag somit erspart.

Werder-Geschäftsführer Fritz: „Wir können nicht zufrieden sein“

„Wir sind natürlich froh, dass wir aufgrund der anderen Ergebnisse den Klassenerhalt vorzeitig geschafft haben. Wir hätten es jedoch lieber heute gegen Hoffenheim mit einem positiven Ergebnis aus eigener Kraft geschafft, aber so nehmen wir es natürlich auch“, sagte Fritz und gab zu: „Wir können mit dieser Saison allerdings nicht zufrieden sein.“

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Ein Bundesligajahr mit viel Zittern, einem gescheiterten Versuch mit Trainer Horst Steffen und der wackligen Rettung durch Daniel Thioune liegt hinter den Bremern. „Mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund im Weserstadion wollen wir einen versöhnlichen Abschluss schaffen. Anschließend werden wir die bereits begonnene Saisonanalyse abschließen“, sagte Fritz. Auch seine Rolle dürfte dabei hinterfragt werden.

Fritz und Thioune sollen bei Werder Bremen bleiben

Der Ex-Profi, der in unterschiedlichen Funktionen seit 20 Jahren für Werder tätig ist, war durch die Transferpolitik in die Kritik geraten. Dabei war dem Verein unter Fritz’ Führung tatsächlich ein Fehler passiert. Fritz nahm im Winter fälschlicherweise an, dass die Zahl von Leihspielern ausgeschöpft sei. Ein „internes Missverständnis“, wie er später zugab; und eines, das kein gutes Bild hinterließ.

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Dennoch: Nach Informationen des Portals „Deichstube“ soll Fritz weitermachen und den Ex-Meister, der 2021 abgestiegen und ein Jahr später in die Bundesliga zurückgekehrt war, stabilisieren. An seiner Seite wird weiter Thioune wirken. Die Bilanz des Trainers ist aber ausbaufähig: In 13 Spielen mit Werder holte er 13 Punkte. Bei derzeit 32 Punkten profitierte Bremen von der Schwäche der Konkurrenten.

Werder-Kapitän Fritz ärgert sich über „Kindergarten“-Verhalten

Auch in Sinsheim beim Champions-League-Aspiranten aus Hoffenheim war Werder weit davon entfernt, sich aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu sichern. Nach einer Roten Karte gegen Yukinari Sugawara (5.) hielt die Mannschaft immerhin kämpferisch dagegen. „Wie wir nach der Roten Karte das Spiel bestritten haben, davor muss ich den Hut ziehen“, sagte Bremens Kapitän Marco Friedl bei Sky.

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Allerdings ärgerte er sich maßlos über den entscheidenden Gegentreffer von Bazoumana Touré (26.). Die Entstehung mache ihn „unfassbar wütend. Das ist Kindergarten“. Bei einer schnell ausgeführten TSG-Ecke war Werders Abwehr überhaupt nicht auf der Höhe gewesen. Es reichte dennoch: Dank der Schützenhilfe des einstigen Rivalen aus München. (sid/mp)