Polizei auf dem Spielfeld

Beim Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu Ausschreitungen. Foto: imago/Jan Huebner

„Kein Pardon“: CDU-Minister kündigt harte Konsequenzen nach Skandal von Dresden an

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Sachsens Innenminister Armin Schuster hat nach den Krawallen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC (0:1) den Druck auf den DFB und die DFL deutlich erhöht. „Nach diesem erneuten Skandalspiel kann es für die weiteren Verhandlungen oder Gespräche kein Pardon mehr geben, meine Geduld hat endgültig ein Ende“, sagte Schuster.

Die Ereignisse stünden „symbolisch für die Gewaltfolklore in deutschen Fußballstadien und stellen den gesamten bisherigen Verhandlungsweg mit DFB und DFL infrage“.

Innenminister Schuster erwartet drakonische Strafen nach Skandal in Dresden

Beim Zweitliga-Duell am Samstagabend hatten Fans beider Lager für schwere Ausschreitungen gesorgt. Anhänger überwanden Absperrungen, im Innenraum kam es zu Auseinandersetzungen mit Pyrotechnik und Raketen. Das Spiel wurde für rund 20 Minuten unterbrochen. Die Dresdner Polizei leitete mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Schuster kündigte an, sich die Ergebnisse einer „präzisen Aufarbeitung dieses Spiels“ persönlich vorlegen zu lassen. Den Charakter der nächsten Innenministerkonferenz machte er davon abhängig, „wie drakonisch die Konsequenzen sind, die auf diese Krawallexzesse gezogen werden. DFB, DFL und die Vereine können nur noch mit Wirkung überzeugen“, sagte der CDU-Politiker.

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Schuster und sein Partei- und Amtskollege Herbert Reul aus Nordrhein-Westfalen hatten die Verbände bereits Mitte März öffentlich unter Druck gesetzt, nachdem DFB und DFL aus Sicht der Innenminister den auf der Dezember-Konferenz ausgehandelten Kompromiss zur Stadionverbotsordnung nicht umgesetzt hatten. Beide schlossen nicht aus, dass Klubs künftig für die Polizeikosten bei Hochrisikospielen aufkommen müssen. Auf die Vereine könnten so Kosten in Millionenhöhe zukommen. Das Bundesverfassungsgericht hatte im Januar des vergangenen Jahres entschieden, dass die Länder den Klubs Gebühren in Rechnung stellen dürfen. Die nächste Innenministerkonferenz findet Mitte Juni statt. (sid/dj)

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