Karriereende: Hamburger Schiri Ittrich hört nach dieser Saison auf
Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich beendet nach dieser Saison seine Karriere. Das kündigte der 47-Jährige an. „Ich hatte eine großartige Zeit. Ich habe viele Länder gesehen, nahezu jedes Bundesliga-Stadion in Deutschland kennengelernt und vor allem viele tolle Menschen getroffen. Und das Wichtigste: Es hat mir immer unglaublich viel Spaß gemacht“, sagte Ittrich der Deutschen Presse-Agentur.
Der Polizeibeamte aus Hamburg ist seit 2003 DFB-Schiedsrichter, seit 2016 leitet er Spiele in der höchsten Liga. Bislang kommt Ittrich auf 90 Bundesliga-Einsätze. Es wären auch mehr Einsätze möglich gewesen, hätten ihn nicht zahlreiche Verletzungen wie drei Kreuzbandrisse oder ein Muskelbündelriss ausgebremst.
Kircher: Ittrich wird der Bundesliga fehlen
Zwei Momente waren für ihn besonders prägend: 2011 leistete er nach einem Suizidversuch seines Kollegen Babak Rafati erste Hilfe. 2024 rettete er auf dem Platz womöglich Josuha Guilavogui das Leben, der Mainzer Profi hatte seine Zunge verschluckt. 2023 machte Ittrich eine Morddrohung gegen sich nach einem Zweitligaspiel öffentlich.
Fehlen werde er nicht nur als „Gesicht der Bundesliga“, sagte Schiedsrichter-Chef Knut Kircher. Überdies habe „kaum jemand den Spaß am Dasein als Schiedsrichter so sehr wie Patrick“ verkörpert: „Er hat mit seiner lockeren Art im Kader der Bundesligaschiedsrichter stets für gute Atmosphäre gesorgt.“
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„Das absolute Highlight“ bleibe für ihn „mein erstes Bundesligaspiel – Wolfsburg gegen Ingolstadt am 13.2.2016“, berichtete Ittrich. „Es ist ein ganz besonderes Gefühl, wenn man den Schritt in die Bundesliga schafft und dort sein erstes Spiel pfeifen darf. Ich kann jungen Menschen nur empfehlen, den Schiedsrichterschein zu machen. Man lernt unglaublich viel fürs Leben: sich zu organisieren, Verantwortung zu übernehmen und kritikfähig zu sein.“ Er möchte dem Fußball erhalten bleiben, Konkretes könne er aber noch nicht zu seiner Zukunft sagen. (dpa)