Befreiungsschlag: Federico Chiesa und Paulo Dybala feiern den Siegtreffer von Matthijs de Ligt (v.l.)
  • Befreiungsschlag: Federico Chiesa und Paulo Dybala feiern den Siegtreffer von Matthijs de Ligt (v.l.)
  • Foto: imago/Action Plus

„Wir haben gelitten!“ Juve feiert endlich ersten Saisonsieg

Juventus Turin kann also doch noch siegen! Nach dem historisch schlechten Saisonstart und Abstiegsplatz 18 konnte der Rekordmeister den Abwärtstrend stoppen. Mit viel Mühe erkämpfte Juve sich bei Spezia Calcio ein 3:2 (1:1) und fuhr damit den ersten Saisonsieg in der Serie A ein. „Wir haben viel gelitten, jetzt können wir endlich diesen ersten Erfolg feiern“, sagte Trainer Massimiliano Allegri nach dem Spiel und forderte von seinen Spielern, „weiterhin Konzentration und Effizienz“ in der „langen Saison“ zu zeigen.

Nach der Gäste-Führung durch Moise Kean nach 28 Minuten schlug der Außenseiter am Mittwoch zurück und drehte das Ergebnis durch Tore von Emmanuel Gyasi (33.) und Janis Antiste (49.) zur überraschenden 2:1-Führung. Innerhalb von sechs Minuten sicherten Federico Chiesa (66.) und Matthijs de Ligt (72.) mit ihren Treffern dem Favoriten doch noch den Zittersieg.

Trotz Sieg gegen Spezia Calcio: Juventus Turin kriselt weiterhin in der Serie A

Zuvor hatte Juve unter Allegri in den ersten vier Ligapartien nur zwei Punkte geholt, das war den Bianconeri letztmals vor 60 Jahren und in ihrer Vereinshistorie überhaupt erst dreimal (1942/43, 1955/56, 1961/62) passiert. Seit nunmehr 19 Spielen warten die Turiner auf eine Partie ohne Gegentor – das sei in diesem Zeitraum keinem anderen Verein in Europas Top-Ligen passiert.

Die italienischen Gazetten sehen die Situation in Turin weiterhin kritisch. „Juve besiegt die Angst. Die Tatsache, dass die Alte Dame einen Erfolg gegen den Provinzklub Spezia feiern muss, bezeugt jedoch, dass Trainer Allegri Probleme hat“, schrieb die „Gazzetta dello Sport“. „Auch gegen einen Gegner, der keineswegs auf demselben Niveau ist, gerät Juve in Atemnot. Diese drei Punkte sind lebenswichtiger Sauerstoff“, hieß es beim „Corriere dello Sport“, während „Tuttosport“ feststellte: „Die Alte Dame ist alles andere als genesen, doch man sieht Licht am Ende des Krisentunnels.“


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Der AC Mailand verbesserte sich dank des 2:0 (0:0)-Erfolges über den FC Venedig auf den zweiten Platz, punktgleich hinter Stadtrivale Inter. Matchwinner war der Franzose Theo, jüngerer Bruder von Bayern-Verteidiger Lucas Hernandez, der das 1:0 durch Brahim Diaz (68.) vorbereitete und das 2:0 selbst erzielte (82.).

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Am Donnerstag (18.30, DAZN) kann der bisher viermal siegreiche SSC Neapel mit einem Sieg bei Sampdoria Genua wieder an den beiden Mailänder Teams vorbeiziehen. (dpa/seb)

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