Fußball

„Inakzeptabel“: Frankfurt-Boss kontert Riera – und erklärt nebulösen Immobilien-Deal

Markus Krösche steht im hellen Sonnenlicht bei einem Formel-1-Rennen in Spielberg.
Eintracht Frankfurts Sportvorstand muss einen Fehler einräumen.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche sieht bei der Kommunikation eines privaten Grundstücksgeschäfts Versäumnisse. Einen Zusammenhang mit Transfergeschäften weist er jedoch zurück.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat auf die Kritik von Ex-Coach Albert Riera reagiert – und darüber hinaus Fehler in der Kommunikation rund um ein Grundstücksgeschäft in Kroatien eingeräumt, einen Interessenkonflikt aber bestritten. Dem „Kicker“ sagte Krösche, er habe das Grundstück auf einer Insel als Privatperson gekauft und gehe mit seinem Privatleben nicht öffentlich hausieren.

„Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, sicherlich klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben“, fügte der 45-Jährige mit Blick auf Eintracht Frankfurt hinzu. Zuvor hatte am vergangenen Wochenende die „Bild am Sonntag“ über das Geschäft berichtet.

Markus Krösche gibt Versäumnisse zu

Im Nachhinein wäre mehr Offenheit, insbesondere dem Aufsichtsrat gegenüber, sicherlich klüger gewesen. Das war mein Fehler, das würde ich heute anders handhaben.

Markus Krösche

Der Sportvorstand erklärte, er habe das Grundstück auf einer Insel in Kroatien nach einem Tipp des Spielerberaters Andy Bara erworben, aber nicht von dessen Frau, sondern zu einem marktüblichen Preis von der damaligen Eigentümerin. Ein Teil sei eine Grünfläche gewesen, die er als Ausländer damals nicht habe erwerben dürfen. Dies habe Baras Frau getan und ihm ein Vorkaufsrecht eingeräumt. All dies sei transparent einsehbar.

Eine Interessenkollision wegen der Zusammenarbeit mit Bara bei der Verpflichtung von Spielern sieht Krösche nicht. Seit Beginn seiner Amtszeit in Frankfurt 2021 habe er die Verpflichtung von drei Spielern sowie zuletzt von Ex-Trainer Riera mit Bara realisiert. Aktuell habe die Eintracht keinen Spieler von Baras Agentur unter Vertrag, es sei auch kein Transfer in der Anbahnung.

Kein Zusammenhang zwischen Transfers und Grundstückskauf

Der Transfer der drei Spieler und sein Grundstückskauf hätten miteinander nichts zu tun. „Aus alldem ernsthaft auf eine Interessenkollision schließen zu wollen, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagte Krösche, der zudem die nachträgliche Kritik von Riera an dem hessischen Klub als „unnötig und inakzeptabel“ zurückwies und dazu meinte: „Nicht jede Zusammenarbeit ist erfolgreich. Umso wichtiger ist es, danach respektvoll miteinander umzugehen. Ich hoffe, dass dieses Kapitel damit abgeschlossen ist.“

Eintracht Frankfurt hatte nach Bekanntwerden des Immobilien-Vorfalls erklärt, Krösche genieße das Vertrauen des Aufsichtsrates. Er habe den Sachverhalt umfassend, transparent und nachvollziehbar dargelegt und entsprechende Unterlagen offen und vollständig zur Verfügung gestellt. Eine frühzeitige Information an den damaligen Hauptausschuss im Jahr 2022 wäre jedoch sinnvoll und angemessen gewesen, betonte der Bundesligist. (dpa/ggg)

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