HSV-Coach Merlin Polzin und Daniel Thioune vor dem Anpfiff.

Sie waren einst ein Gespann: HSV-Coach Merlin Polzin begrüßt im März 2025 den damaligen Düsseldorf-Trainer Daniel Thioune. Foto: IMAGO / HMB-Media

Er brachte Polzin zum HSV: Werder Bremen hat einen neuen Trainer!

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Werder holt Daniel Thioune! Nach der Trainer-Entlassung von Horst Steffen ist die Suche nach einem Nachfolger in Bremen abgeschlossen. Zuvor brodelte die Gerüchteküche. Mit Bo Svensson hatte in heiß gehandelter Kandidat den Hanseaten abgesagt. Jetzt aber steht der neue Coach fest – ein ehemaliger HSV-Trainer soll den Nordrivalen retten!

„Bild“ berichtete am Mittwochmorgen zuerst von den Bremer Gesprächen mit Daniel Thioune. Später bestätigte der Verein die Verpflichtung dann offiziell. Der neue Werder-Coach sagte: „Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen. Nach den sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich zu Werder gehen möchte.“ 

Thioune kam mit Polzin zum HSV – und wurde gefeuert

Der 51-Jährige wurde bei der Fortuna Düsseldorf erst im Oktober 2025 von Ex-Werder-Coach Markus Anfang ersetzt und war seitdem vereinslos. Jetzt hat er einen neuen Job.

Thioune trainierte den HSV von 2020 bis 2021 in der Zweiten Bundesliga, kam dabei auf einen Schnitt von 1,63 Punkten über 32 Spiele. Er brachte damals den heutigen Cheftrainer Merlin Polzin als Assistenten aus Osnabrück mit nach Hamburg. Als der Aufstieg in Gefahr geriet, musste Thioune beim HSV kurz vor Saisonende gehen. Horst Hrubesch schaffte es aber nicht mehr mit der Bundesliga-Rückkehr. Und Polzin blieb auch unter Tim Walter und Steffen Baumgart Co-Trainer, ehe er als Chef zum Aufstiegshelden wurde.

Daniel Thioune wurde Anfang Mai 2021 als HSV-Trainer entlassen. WITTERS
HSV-Trainer Daniel Thioune
Daniel Thioune wurde Anfang Mai 2021 als HSV-Trainer entlassen.

Thioune ist neuer Coach von Werder Bremen

Zwar besaß Thioune bei Düsseldorf noch einen Vertrag bis 2028, es sollte jedoch auch den Fortunen entgegenkommen, ihn nun von der Gehaltsliste streichen zu können. Laut „Bild“ könnten sie sich so rund 1,5 Millionen Euro sparen. Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz sagte zur Verpflichtung: „Wir hatten sehr gute Gespräche mit Daniel. Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden.“



Bei Werder wartet eine harte Aufgabe auf Thioune. Der Nordklub steht derzeit mit 19 Punkten (punktgleich mit dem HSV) nur einen Zähler vor dem Relegationsrang. Zudem blieben sie zehn Spiele in Serie ohne Sieg. Mit dem SC Freiburg (Samstag) und Bayern München stehen zwei undankbare Spiele für den neuen Werder-Trainer an. Zuletzt fungierten interimsweise Raphael Duarte und Christian Groß als Trainer beim SVW. Fritz bestätigte jedoch früh, dass man langfristig eine externe Lösung finden wolle. Sie heißt Daniel Thioune.

Thioune: „Mein Vater war großer Werder-Fan“

Der Ex-HSV-Coach sagte voller Vorfreude: „Ich bin Niedersachse, gebürtiger Osnabrücker. Werder Bremen ist ein Aushängeschild der Region. Mein Vater war großer Bremen-Fan, die Zeit mit Otto Rehhagel war schon krass. Ich kann mich an die bösen Momente erinnern, mit dem Elfmeter von Michael Kutzop an den Pfosten. Natürlich aber auch an die wunderbaren Jahre, wo die Werder-Familie allen, die es mit dem Fußball halten, viel Freude bereitet hat.“ Von Thioune stammt übrigens auch der bei den HSV-Fans beliebte Spruch vor einem Derby gegen den Stadtrivalen: „St. Pauli ist St. Pauli, aber der HSV ist Hamburg.“

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