Boniface im Werder-Training

Im Abstiegskampf könnte Victor Boniface noch zur wichtigen Option für Werder werden – trotz seines sichtbaren Fitnessrückstands. Foto: Instagram/Werder Bremen

„Guter Kanister“: Harnik und Kruse witzeln über Figur von Werder-Star Boniface

kommentar icon
arrow down

Eigentlich hätte die Nachricht, dass Werder-Stürmer Victor Boniface nach seiner Knie-OP deutlich schneller als erwartet wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt ist, für positive Schlagzeilen bei den abstiegsbedrohten Bremern sorgen sollen. Stattdessen wird nur über den Fitnesszustand des Nigerianers geredet, der – wie es aktuelle Bilder nahelegen – einige Kilo zugenommen hat. Nun haben sich auch Martin Harnik und Max Kruse in ihrem Podcast „Flatterball“ zu diesem Thema geäußert. Sie werfen dem 25-Jährigen unprofessionelles Verhalten vor.

Besonders der ehemalige HSV-Profi Harnik hat ein großes Problem mit der Arbeitsmoral der Leverkusen-Leihgabe. „Er kommt super unfit aus dieser Verletzung zurück. Das ist einfach unprofessionell.“ Dabei geht es dem 38-Jährigen nicht nur um den restlichen Verlauf dieser Saison, sondern auch um die weitere Karriere von Boniface, der seit Jahren mit Knieproblemen kämpft und im vergangenen Sommer bei der AC Mailand durch den Medizincheck fiel. „Wenn er ernsthaft weiter Fußball spielen will, dann muss er Gewicht verlieren. Auch um sein Knie zu entlasten. Auch Muskelmasse ist da nicht hilfreich. Das geht so nicht.“

Harnik: „Er schiebt da schon einen ganz guten Kanister vor sich her“

Harnik wird sogar noch deutlicher. „Er schiebt da schon einen ganz guten Kanister vor sich her“, so der Österreicher. Und weiter: „Wenn ich ins Mannschaftstraining einsteige, muss ich so fit wie möglich sein. Aber er hat fit mit fett verwechselt.“ Boniface war überraschenderweise bereits am Mittwoch ins Teamtraining zurückgekehrt. Ursprünglich waren die Bremer vom Saison-Aus des Stürmers ausgegangen.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
  • Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
  • Plattdeutsch-Boom: Ihre Kurse sind ständig ausgebucht
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
  • 28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag

Auch Ex-St. Pauli-Profi Kruse, der in seiner Karriere immer wieder mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hatte, stimmte seinem Teamkollegen von der TuS Dassendorf grundsätzlich zu: „Dass es nicht funktioniert, wenn du von heute auf morgen sagst, dann nehme ich jetzt einfach mit vier Wochen Training zehn bis 15 Kilo ab, habe ich dann auch irgendwann festgestellt.“ Besonders in seinen letzten Karrierejahren hatte der 37-Jährige dafür viel Kritik einstecken müssen.

Kruse: „Ich glaube, dass er seine Karriere schon abgeschenkt hat“

Zu diesem Zeitpunkt war Kruse jedoch bereits weit über 30 Jahre alt, Boniface hingegen ist gerade einmal 25 Jahre alt. Der ehemalige Kiezkicker sieht daher schwarz für den weiteren Karriereverlauf des Bundesliga-Meisters von 2024. „Ich glaube, dass er seine Karriere schon abgeschenkt hat. Dabei hat er seine beste Zeit eigentlich noch vor sich. Das ist sehr schade, weil er wirklich großes Potenzial hat“, so der Ex-Bundesliga-Profi.

Das könnte Sie auch interessieren: Prominente Nachfolge-Kandidaten: Italien-Trainer Gattuso tritt zurück

Auch Werder-Trainer Daniel Thioune hatte sich bereits kritisch zum Fitnesszustand seines Stürmers geäußert, gestand jedoch ein, dass wenn „eine Flanke von außen reingeflogen kommt, dann spielen 300 Gramm oder drei Kilogramm keine Rolle“. Er erhofft sich daher von Boniface, dass dieser im Abstiegskampf noch einmal eingreifen und den Bremern zum Klassenerhalt verhelfen kann. Ab wann er wieder zur Verfügung stehen wird, ist bisher nicht klar.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test