Guardiola gesteht Fehler bei Aufstellung und machte mit B-Elf Leverkusen heiß
Starcoach Pep Guardiola hat nach seiner Mega-Rotation die Verantwortung für die Niederlage gegen Bayer Leverkusen in der Champions League übernommen. „Ich habe viel Vertrauen in die Spieler, will jeden einbinden. Aber ja, das ist eine Lektion für mich als Manager“, sagte der Trainer von Manchester City nach dem 0:2 (0:1). „Ich habe das zum ersten Mal in meinem Leben gemacht, und es war zu viel.“ Leverkusen habe die Citiy-B-Elf motiviert, hieß es auf Bayer-Seite nach der Überraschung in Manchester.
Guardiola hatte am Dienstagabend neben Torjäger Erling Haaland auch viele andere Stars zunächst auf die Bank gesetzt. Zehn Wechsel nahm er im Vergleich zur Ligapleite gegen Newcastle United (1:2) vor. Haaland, Jeremy Doku oder Phil Foden kamen erst im Verlauf der zweiten Halbzeit und konnten das Spiel nicht mehr drehen.
Ob der radikale Umbau der Startelf eine gute Idee gewesen sei? „Vorher ja, nachher nein“, antwortete Guardiola nach seinem 100. Königsklassen-Spiel als Coach der Skyblues: „Ich würde gerne alle elf tauschen, aber ich habe keine elf Wechselspieler. Wir müssen das machen, es sind viele Spiele und wir brauchen frische Beine.“
Tillman: „Wir haben es anders erwartet“
Auf der anderen Seite sorgte die Mega-Rotation für Verwunderung. „Wir haben es anders erwartet, aber wir wollten denen dann umso mehr zeigen, was wir wirklich können“, sagte Bayers Malik Tillman. Seiner Werkself habe die „bessere B-Elf“ des Gegners nach all den Anreiseproblemen und Personalsorgen „den Extra-Push gegeben“.
Für Hjulmand machte der Bankplatz von Haaland und Co. „keinen Unterschied“. Der erste Sieg in der Königsklasse gegen ein internationales Schwergewicht in dieser Saison bedeute ihm „sehr viel. Wir bauen eine neue Mannschaft hier, haben eine Idee und sind auf einem guten Weg. Wir haben großes Potenzial“, so Hjulmand.
Schick und Grimaldo treffen für Leverkusen
Neben Patrik Schick (54.) hatte auch Alejandro Grimaldo (23.) für die effizienten Gäste getroffen, Citys Offensive – auch Joker Haaland – scheiterte dagegen immer wieder am glänzend aufgelegten Bayer-Keeper Mark Flekken. „Das wird uns zusammenschweißen, es wird unser Selbstvertrauen stärken“, sagte Tillman.
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Leverkusen geht mit acht Zählern auf dem Konto in die abschließenden drei Spiele der Ligaphase, vor Weihnachten geht es dabei noch gegen Newcastle United mit Nationalstürmer Nick Woltemade (10. Dezember). Vorher aber wartet erst einmal der Doppelpack gegen Borussia Dortmund – am Samstag (18.30 Uhr/Sky) vor heimischem Publikum in der Bundesliga und drei Tage später auswärts im Pokal-Achtelfinale. (sid/jhs)
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