„Glasklar“: Leverkusen sauer nach Last-Minute-Elfer für Arsenal
Sportchef Simon Rolfes sprach von einer „glasklaren“ Fehlentscheidung, Kapitän Robert Andrich sah nur „sehr wenig Kontakt“: Der Frust bei Bayer Leverkusen saß nach dem umstrittenen Elfmeterpfiff für den FC Arsenal und dem daraus resultierenden 1:1 durch Rückkehrer Kai Havertz tief. „Natürlich habe ich mich aufgeregt. Eine Berührung reicht ja nicht einfach für den Elfmeter“, sagte Rolfes nach dem am Ende bitteren Remis im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League.
Für ihn sei die Szene, als Arsenals Noni Madueke nach einem leichten Kontakt von Malik Tillman zu Fall kam (88.), „glasklar kein“ Strafstoß, betonte der Sport-Geschäftsführer: „Da wunder ich mich international schon. Früher gab es mal sowas wie internationale Härte, heute sind wir davon weit entfernt.“ Arsenal-Coach Mikel Arteta dagegen hielt sich bedeckt: „Es gibt bei solchen Situationen immer zwei Seiten. Darauf werde ich mich nicht einlassen.“
Leverkusen mit Elfmeter nicht einverstanden
Kapitän Robert Andrich, der Bayer per Kopf in Führung gebracht hatte (46.), haderte wiederum mit der Entscheidung von Schiedsrichter Halil Umut Meler (Türkei). „Der Kontakt ist schon sehr, sehr wenig. Er kommt auch erst zwei Sekunden später zu Fall. Für mich ist das gar kein Elfmeter“, sagte Andrich. Auch Leverkusen-Schlussmann Blaswich äußerte seinen Unmut: „Also ich finde, für so ein Champions-League-Hinspiel ist das schon sehr wenig. Da habe ich nichts gesehen. Er kann so nicht fallen. Aber es ist so entschieden worden und man kann es nicht mehr rückgängig machen.“
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Trainer Kasper Hjulmand schlug in die gleiche Kerbe und kritisierte den Weg der Entscheidung. „Manchmal müssen die Schiedsrichter nicht zuerst pfeifen und dann mit dem VAR checken“, sagte der Däne, der sich mit seinem Team mit einer couragierten Vorstellung dennoch eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel am kommenden Dienstag (21 Uhr/Prime Video) erarbeitete: „Wir fahren mit Hoffnungen nach London.“ (sid/trh)
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