„Geisteskrank“: Zweitliga-Trainer zeigt Reue nach Roter Karte
Bielefeld verpasst gegen Bochum den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Trainer Mitch Kniat sieht nach dem Schlusspfiff Rot und fehlt seiner Mannschaft im nächsten Spiel in Kaiserslautern.
Arminia Bielefelds Trainer Mitch Kniat hat unmittelbar nach dem 1:1 (1:0) des abstiegsgefährdeten Zweitligisten gegen den VfL Bochum die Rote Karte für eine heftige Kritik am Schiedsrichter gesehen. Kniat hatte sich über den Abpfiff des Spiels während einer Angriffsszene seiner Arminia beschwert und nach eigener Aussage daraufhin zu Schiedsrichter Tobias Stieler gesagt: „Ich finde es geisteskrank, dass die letzte Aktion abgepfiffen wird.“ So berichtete es Kniat nach dem Spiel beim TV-Sender Sky. Stieler wollte sich nach Angaben des Senders nicht zu der Roten Karte äußern.
Ex-HSV-Profi Kwarteng rettet Bochum bei Arminia Bielefeld einen Punkt
Bielefeld hatte zuvor einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Gegen Bochum kamen die Ostwestfalen in Jubiläumstrikots am 100 Jahre alten Stadionstandort namens „Alm“ nicht über ein Remis hinaus, weil sie nach Joel Grodowskis Elfmetertreffer zum 1:0 (27.) noch den späten Ausgleich durch Bochums Ex-HSV-Profi Moritz-Broni Kwarteng zuließen (79.).

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Mensch Udo: Kurz vor Lindenbergs 80. Geburtstag zelebrieren wir die Hamburger Legende
- Er lief ins Marathon-Ziel – dann blieb sein Herz stehen: Wie Hendrik Schmidt (34) gerettet wurde
- Hafensause: Die Highlights des Großevents
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
- 16 Seiten Sport: Die Ziele nach der HSV-Rettung & St. Paulis harmloser Angriff
- 28 Seiten Plan 7: Wie „Deine Freunde“ alle begeistern & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
In der 52. Minute hatte Schiedsrichter Stieler den Bielefeldern auch nach Prüfung des Videoassistenten einen zweiten Foulelfmeter nicht gegeben, obwohl die TV-Kameras zeigten, dass Bochums Leandro Morgalla den Bielefelder Monju Momuluh am Fuß getroffen hatte. „Was wir hier in Deutschland mit dem Videoassistenten machen, ist einfach schlecht“, sagte Kniat zu dieser Entscheidung des Schiedsrichterteams.
Das könnte Sie auch interessieren: „Ich liebe Tiere“: Ex-HSV-Trainer Walter wird zu Wal Timmy befragt
Dass er seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern am kommenden Freitag fehlt, nannte Kniat „scheiße“. Das treffe ihn „brutal hart“, nachdem er in der vergangenen Saison bei einem Spiel bei 1860 München gelbgesperrt gefehlt hatte. „Ich habe mich echt gestrafft dieses Jahr“, fand Kniat und sagte über seinen Satz zu Stieler: „Ich darf das definitiv nicht sagen, das ist mein Fehler und tut mir brutal leid.“ (mp/dpa)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.