Byron Castillo (r.) sieht sich derzeit schweren Vorwürfen ausgesetzt.
  • Byron Castillo (r.) sieht sich derzeit schweren Vorwürfen ausgesetzt.
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Gefälschte Geburtsurkunde? Ecuador muss um WM bangen

Die Kandidaten und Gruppen für die Weltmeisterschaft stehen fest. Ab November rollt der Ball in den Stadien im Wüstenstaat Katar. Es könnte allerdings sein, dass es kurzfristig doch noch zu einer Änderung im Teilnehmerfeld der WM geben könnte. Medienberichten zufolge droht Ecuador noch immer der Ausschluss von der WM.

Bei den Vorwürfen geht es um Byron Castillo, der Rechtsverteidiger gehört zum Stammpersonal der ecuadorianischen Nationalmannschaft und absolvierte in der WM-Qualifikation acht Spiele für die Südamerikaner. Wie die „Daily Mail“ nun jedoch berichtet, liegen der „Sportsmail“ Unterlagen vor, die beweisen sollen, dass Castillo mit einem gefälschten Pass gespielt hat. Der 23-Jährige soll eigentlich die kolumbianische Staatsbürgerschaft besitzen.

Bereits vor einiger Zeit, wurden die Vorwürfe der gefälschten Staatsangehörigkeit in den Medien laut. Damals äußerte der chilenische Verband die Bedenken, nachdem sie in der Qualifikation hinter Ecuador landeten. Bisher hatte die FIFA die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Vorwurf der illegalen Einwanderung und gefälschter Geburtsurkunden

Wie die „Sportsmail“ nun berichtet, soll sie Zugriff zu den Dokumenten bekommen haben, auf denen die Anschuldigungen des chilenischen Verbandes beruhen. Speziell soll es dabei um zwei Geburtsurkunden mit leicht abgeänderten Namen gehen, wobei eine aus Ecuador und eine aus Kolumbien stammen soll.


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Während Castillo in seinem ecuadorianischen Zertifikat am 10. November 1998 geboren sein soll, zeigt die kolumbianische Geburtsurkunde den 25. Juli 1995 auf. Untermauert werden die Vorwürfe dadurch, dass in beiden Urkunden die gleichen Namen der Eltern stehen, die beide aus Kolumbien stammen sollen. Zudem legte der chilenische Verband weitere Unterlagen wie die Taufbescheinigung offen, die weitere Fragen aufwerfen. Auch sollen die Unterschriften vom Vater in den Geburtsurkunden des vermeintlich 23-Jährigen nicht übereinstimmen.

Immer mehr schwere Anschuldigungen stehen gegen Castillo im Raum. Seine Schwester soll in Tumaco, Kolumbien geboren worden sein und dort auch leben.

Bereits im Jahr 2015 kamen erste Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Castillo hoch

Es ist nicht das erste Mal, dass der Rechtsverteidiger mit derart schweren Vorwürfen konfrontiert wird. Bereits im Jahr 2015 platzte ein Transfer aufgrund mehrerer Ungereimtheiten in seinen Dokumenten. Im gleichen Jahr erklärte der Generaldirektor des Zivilregisters in Ecuador in einem Bericht, dass die ecuadorianische Geburtsurkunde nicht in seinen Aufzeichnungen aufzufinden sei. Daher kam er zum Entschluss, dass es sich um eine Fälschung gehandelt haben soll.

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Auch gegen die FIFA erhebt der chilenische Verband schwere Vorwürfe. Nachdem die FIFA im April den Antrag des Verbandes bereits ablehnte, sollen sie nun versuchen, ein endgültiges Urteil über den Fall herauszuzögern. Dadurch solle eine weitere Verzögerung der Weltmeisterschaft verhindert werden. (pw)

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