Fußball

Fußball-Legende mit gnadenloser Abrechnung: „Infantino muss gehen – und zwar jetzt!“

Cafu bei der Laureus-Pressekonferenz in Madrid vor Mikrofonen und Wasserflaschen.
Fußball-Legende Luis Figo.

Für Luis Figo ist es nicht die erste Begegnung mit einer „zwielichtigen Gestalt“ im Profi-Fußball. Doch Infantino toppt sein bisher Erlebtes. „Er sollte in Zukunft kein Platz mehr haben.“

Der ehemalige Weltfußballer Luis Figo fordert das Ende der FIFA-Präsidentschaft von Gianni Infantino.

„Ich könnte 10.000 Wörter über die Probleme bei der FIFA schreiben. Doch die Lösung lässt sich auf drei Worte reduzieren: Infantino muss gehen“, schrieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler in einem Gastbeitrag für die „Daily Mail“ in England.

Ich war 20 Jahre lang Profifußballer. Und glauben Sie mir: In dieser Zeit bin ich im Fußball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet

Luis Figo

„Ich liebe den Fußball mein ganzes Leben lang. Ich war 20 Jahre lang Profifußballer. Und glauben Sie mir: In dieser Zeit bin ich im Fußball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet“, schrieb Figo weiter. „Doch was in den vergangenen zehn Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, betrügerischste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe.“

Luis Figo von Inter Mailand läuft mit dem Ball im Champions-League-Spiel gegen Manchester United.
Weltfußballer Luis Figo im Champions-League-Spiel gegen Manchester United 2009. Vor seinem Karriereende spielte er bei Inter Mailand.

Infantino hat erst unter massivem Druck Pläne wieder zurückgezogen, WM-Rechte an private Investoren zu verkaufen. Der Schweizer muss mittlerweile sogar um sein Amt bangen.

„Ein Mann, der dazu bereit ist – ein Mann, der derart weitreichende Veränderungen allein durchsetzen will, um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fußballs und sollte in seiner Zukunft keinen Platz mehr haben“, kritisierte Figo (53).

Luis Figo fordert das Infantino-Ende bei der FIFA

Der Weltfußballer von 2001 arbeitet selbst als Berater für die UEFA, die Infantino scharf kritisiert. Figo wollte sich 2015 als Gegenkandidat des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter bewerben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters hatte er Infantino unterstützt.

„Gianni Infantino hat das Amt des FIFA-Präsidenten, das er nach eigenen Worten aufwerten wollte, in Misskredit gebracht. Er hat gelogen, getäuscht und versucht, sich auf Kosten des Spiels, dem er eigentlich dienen sollte, selbst und seinen Vertrauten Vorteile zu verschaffen“, meinte Figo. „Für die Wahrung seiner Würde ist es zu spät. Doch für die Rettung des Fußballs ist es noch nicht zu spät. Er sollte gehen. Jetzt.“ (dpa/mkw)

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