„Fassungslos“: Energie Cottbus trauert um Kult-Boss Krein
Energie Cottbus trauert um seinen langjährigen Präsidenten Dieter Krein. Wie der Verein am Sonntag mitteilte, starb der Ehrenpräsident am 2. Mai im Alter von 84 Jahren.
„Mit tiefer Betroffenheit und Fassungslosigkeit erhielten wir die Nachricht vom Tod unseres Ehrenpräsidenten. Sein Name wird für immer untrennbar mit der großen Erfolgsgeschichte unseres Vereins nach der Wende verbunden bleiben“, teilte der Verein mit. Zuletzt hatte Dieter Krein Ende Januar noch den 60. Vereinsgeburtstag von Energie Cottbus begleitet. Der Klub sprach den Angehörigen, Freunden und Weggefährten sein Mitgefühl aus.
Dieter Krein führte Energie Cottbus in die Bundesliga
Dieter Krein prägte die erfolgreichste Phase der Vereinsgeschichte maßgeblich. Als Präsident führte er Energie 1997 vom Amateurfußball in den Profifußball und 2000 erstmals in die Bundesliga, in der sich der Verein drei Spielzeiten halten konnte.
Krein genoss bei Energie Cottbus und weit über die Lausitz hinaus Kultstatus, weil er ein Präsident zum Anfassen war – und, weil er immer einen lockeren Spruch parat hatte. So antwortete er zum Beispiel auf die Frage, worauf sich Bayern-Boss Uli Hoeneß im Stadion der Freundschaft gefasst machen müsste, im Jahr 2000: „Wenn er sich normal verhält, passiert ihm schon nichts.“ In einem Trainingslager zwei Jahre später rief er Trainer Eduard Geyer, der mit einem Linienrichter diskutieren wollte, hinterher: „Ede, bleib hier. Das ist der Mann aus der Wäschekammer, den brauchen wir noch…“
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2006 folgte die Rückkehr ins Oberhaus, weitere drei Jahre später erneut der Abstieg in Liga zwei. Aktuell kämpft der Verein um den Aufstieg in die 2. Bundesliga nach zwölf Jahren in der Regionalliga und 3. Liga. (sid/mp)
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