„Fan, seit ich laufen kann“: Trainer des Gegners trägt ein Schalke-Tattoo
Für Heiner Backhaus ist es so etwas wie das Spiel seines Lebens: Der 43-Jährige ist Trainer von Eintracht Braunschweig und lebenslanger Fan von Schalke 04. Auf seinem Oberarm trägt er sogar ein Schalke-Tattoo. An diesem Sonntag (13.30 Uhr/Sky) treffen beide Teams in der 2. Fußball-Bundesliga aufeinander.
„Es würde jede Lüge dieser Welt toppen, wenn ich sage, dass ich mich nicht wahnsinnig darauf freue“, sagte Backhaus bei seiner Pressekonferenz am Freitag. „Als der Spielplan rauskam, habe ich sofort geguckt: Wann spielen wir gegen Schalke? Da es das letzte Spiel am Ende einer Hinrunde ist, ist es für einen Trainer auch immer so eine Sache, ob du das überhaupt erreichen darfst. Ich habe es erreicht – das ist schonmal ein wichtiger Meilenstein!“

Backhaus wurde in Witten im Ruhrgebiet geboren und spielte in seiner Jugend auch für S04. Er sei „Schalke-Fan, seit ich laufen kann“, sagte er.
Backhaus hat als Trainer noch nie gegen Schalke gespielt
Als Trainer spielte er noch nie gegen seinen Herzensklub. Das aktuelle Schalker Team macht ihm allerdings besonders viel Freude. „Das ist eine Mannschaft, die perfekt zum Klub passt“, sagte Backhaus. „Die DNA von Schalke ist ja auch eher, über das Aggressive zu kommen und über das Kompakte zu kommen. Das sind sie einfach.“ Er „verfolge Schalke schon mein Leben lang. Und du hast das Gefühl, dass das endlich eine Mannschaft ist, die für den Verein spielt.“
Viele ehemalige Schalker im Braunschweiger Kader
Die Verbindungen zwischen beiden Klubs gehen sogar noch weiter. Bei der Eintracht spielen mit Torwart Ron-Thorben Hoffmann, Mehmet Aydin, Sven Köhler, Lukas Frenkert, Sebastian Polter, Sidi Sané sowie den aktuell verletzten Lino Tempelmann und Florian Flick acht ehemalige Schalker.
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Seine Liebe zu diesem Verein will Backhaus an diesem Sonntag aber ausblenden. „Wir wollen mit aller Macht Schalke hier schlagen“, sagte er. „Sie würden trotzdem Tabellenführer bleiben und sollen am Ende bloß aufsteigen. Das wünschen wir ihnen – und ich vor allen Dingen.“ (dpa/hmg)
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