Ex-HSV-Star René Adler zum Fall Ulmen: „Ich schäme mich für uns Männer!“
Manchmal gibt es eben doch Dinge, die wichtiger sind, als die „schönste Nebensache der Welt“. Bemerkbar macht sich das häufig dann, wenn sich auch ehemalige Profi-Fußballer eigenhändig zu Themen äußern. So auch aktuell nach der erschütternden Nachricht um TV-Star Collien Fernandes, die schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann, den Schauspieler Christian Ulmen, erhoben hat. Der frühere HSV-Torwart René Adler (41) hat sich jetzt öffentlich zum Vorfall geäußert – mit deutlichen Worten.
Es sind schwere Anklagen, mit denen Collien Fernandes mittlerweile an die Öffentlichkeit gegangen ist. Es geht um das Verbreiten von gefälschte Pornos und Accounts, die eine Frau zeigen, die ihr ähnlich sieht. Wer laut ihren Aussagen dahinter steckt: ihr eigener Ex-Mann, Christian Ulmen! Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung des „Spiegel“ an, bei der es sich „in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung” handle. Zudem würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet”.
Die Vorwürfe sorgen in ganz Deutschland für Aufsehen. Doch geäußert haben sich vor allem Frauen. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wird öffentlich häufig kritisiert, dass sich kaum Männer mit Collien Fernandes solidarisieren.

Einer der vergleichsweise wenigen prominenten Männer, der sich nun in aller Deutlichkeit (via Instagram-Story) zu den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen Ulmen geäußert hat, ist der ehemalige HSV-Star René Adler: „Ich bin sprachlos, ernüchtert und desillusioniert, in was für eine kranke Welt meine Tochter (3 Jahre alt; d. Red.) geboren wurde. Ich kann nur sagen: ,Es reicht!!!!‘ Mehr mutige, starke Frauen in Machtpositionen und WENIGER KRANKE ARSCHLÖCHER“, lässt Adler seine Haltung klar werden.
Causa Ulmen: Réne Adler solidarisiert sich mit Collien Fernandes – und denkt an seine Tochter
Der Fall Ulmen scheint Ex-HSV-Keeper Adler stark emotionalisiert zu haben, weiter schreibt er: „Es ist beschämend! Ich schäme mich für uns Männer!! Ich glaube, ich kenne kaum eine Frau, die nicht schon mindestens einmal in ihrem Leben Erfahrung mit sexualisierten Übergriffen oder sexualisierter Gewalt gemacht hat.“

Abschließend beschreibt Ex-Nationaltorwart Adler seinen Wunsch nach Veränderung, und nimmt vor allem die Männer ins Blickfeld: „Und warum? Weil Männer es machen können! Weil die Strafen zu milde sind, die Frauen nicht ausreichend geschützt werden, dass es überhaupt dazu kommen kann und weil wir Männer zu häufig die Klappe halten. Es ist und bleibt ein strukturelles Problem. Auch wir Männer dürfen es nicht mehr hinnehmen. Es ist unsere Verantwortung, dass sich etwas ändert.“
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Auch Adlers Ehefrau Lilli Hollunder äußert sich
Adlers Frau Lilli Hollunder ist selbst Schauspielerin, das Paar lebt in Hamburg, hat zwei Kinder. Auch sie ließ ihre klare Haltung zum Fall Ulmen via Instagram deutlich werden. „Ich bin ehrlich. Zuerst war ich komplett sprachlos“, schreibt Hollunder, „aber auch müde, dass Männer immer und immer wieder zu solch schlimmen Taten im Stande sind.“ Weiter fordert Hollunder: „Es bedarf jetzt und gestern und morgen Männer, die LAUT aufschreien!“ So wie ihr Ehemann René Adler.
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