Hakan Calhanoglu im Trikot der Türkei

Hakan Calhanoglu steht mit der Türkei vor dem größten Spiel seiner Karriere. Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Nach 24 Jahren: Ex-HSV-Star Calhanoglu will mit der Türkei „die Sehnsucht stillen“

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Hakan Calhanoglu hat schon einiges in seiner Karriere erlebt – doch da ist dieser eine Traum, den er sich bislang nicht erfüllen konnte. „Mein einziges Ziel ist es, als Kapitän an der Weltmeisterschaft teilzunehmen“, sagte der 32-Jährige. Dieser Meilenstein sei alles, was ihm mit der türkischen Nationalmannschaft noch fehle.

Der ehemalige Bundesliga-Profi, der von 2012 bis 2014 auch das Trikot des HSV trug, sehnt sich nach der ganz großen Bühne – und trägt mit seinem Team die Hoffnungen einer ganzen Nation auf den Schultern.

Seit 24 Jahren wartet die Türkei auf ihre WM-Rückkehr, das Ende dieser ewigen Durststrecke ist jedoch in Sicht. Mit einem Sieg im Fadil-Vokrri-Stadion am Dienstag (20.45 Uhr/DAZN) gegen Gastgeber Kosovo wäre Calhanoglu und Co. das Ticket für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada sicher. Nur „noch ein letztes Spiel“, schrieb der Mittelfeldspieler von Inter Mailand auf Instagram, „um die Sehnsucht, die wir seit 2002 haben, zu stillen“.

WM-Playoffs: Calhanoglu mit der Türkei gegen Kosovo

Damals, als die Mannschaft um Starstürmer Hakan Sükür erst im Halbfinale am späteren Weltmeister Brasilien scheiterte und dann das Duell mit Co-Gastgeber Südkorea um Platz drei für sich entschied, kickte Calhanoglu noch in der Jugendmannschaft von Waldhof Mannheim. Nun, mehr als zwei Jahrzehnte später, kann er das Erbe von Spielern wie Sükür und Torhüter Rüstü Recber antreten.

Die Erwartungen an die Mannschaft, gespickt mit jungen Talenten wie Arda Güler und Kenan Yildiz, sind vor dem Finale der Qualifikation enorm. „Das ist die beste Generation, die die Türkei jemals hatte“, erklärte der ehemalige Nationalspieler Erdal Keser im „kicker“. An ein mögliches Scheitern will der frühere Dortmunder Stürmer kaum denken. „Es wäre wirklich eine große Enttäuschung, wenn das nun auf den letzten Drücker nicht mehr klappt“, sagte der 64-Jährige.

Doch Keser hat vor dem Duell mit dem Kosovo „ein sehr gutes Gefühl“, auch wenn man den Gegner nicht unterschätzen dürfe, immerhin wäre auch für diesen eine WM-Teilnahme „das Allergrößte“ – um genau zu sein sogar historisch. Noch nie hat die Nation, die erst seit 2016 FIFA-Mitglied ist, an einer EM oder WM teilgenommen.

Neue Generation der Türkei um Güler und Yildiz sorgt für Hoffnung

Nach dem 4:3 gegen die Slowakei im Halbfinale der Playoffs ist die Euphorie dementsprechend groß. Das Finalstadion in Pristina „fasse zwar nur 13.000 Zuschauer“, sagte der deutsche Trainer Franco Foda dem „kicker“, „aber wenn es möglich wäre, würden sicherlich 100.000 kommen.“

Als Extra-Motivation hatte die Regierung um Ministerpräsident Albin Kurti im Falle einer Qualifikation sogar eine Prämie in Höhe von einer Million Euro ausgelobt, doch der WM-Traum allein ist dem ehemaligen Bundesliga-Profi Foda und seinem Team schon Antrieb genug. Nun wolle man „auch die letzte Hürde nehmen“, betonte der 59-Jährige.

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Das gilt auch für die Türkei, die dank eines brillanten Assists von Güler beim Erfolg gegen Rumänien (1:0) weiter hoffen darf. „Die WM ist unser großes Ziel“, betonte der Youngster von Real Madrid, „und wir werden alles dafür geben.“ (sid/dj)

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