„Es reicht“: Früherer Star-Trainer der Bundesliga beendet seine Karriere
Der frühere Star-Trainer Lucien Favre hat seine Karriere beendet. Knapp drei Jahre nach dem letzten Engagement im Profifußball sagte der Schweizer in einem Interview der Tageszeitung „Blick“: „Es ist gut für mich, so wie es ist. Ich habe mich schon vor längerer Zeit entschieden, weil ich gespürt habe: Alles ist gemacht, es ist genug.“
Der heute 68-Jährige stand in Deutschland bei Hertha BSC (2007-2009), Borussia Mönchengladbach (2011-2015) und Borussia Dortmund (2018-2020) an den Seitenlinien. Nach seiner Zeit beim BVB war Favre noch einmal ein halbes Jahr Coach bei OGC Nizza, wo er Anfang Januar 2023 sein letztes Spiel betreute, ehe sich der französische Verein von ihm trennte.
Lucien Favre: „Es ist definitiv fertig“
Danach habe es immer wieder Anfragen gegeben, aus Europa und auch Saudi-Arabien, verriet er. „Ich habe dankend abgelehnt, weil es definitiv fertig ist“, sagte Favre. „Mein Entschluss ist richtig, davon bin ich mehr denn je überzeugt. Sonst stehst du mit 70 noch auf dem Platz. Ich habe genug gemacht, es reicht!“

Der ehemalige Nationalspieler aus der französischsprachigen Westschweiz wurde von der Hertha in die Bundesliga geholt; die Hauptstädter führte er zunächst zum Klassenverbleib und eine Saison später in die Europa League. Dann musste er nach einem Fehlstart aber bereits im September 2009 gehen.
Längste Trainerstation in Gladbach

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Seine längste Station als Coach hatte Favre in Mönchengladbach. Dort vermied er bei einer großen Rettungsmission zunächst den Abstieg in die 2. Liga und führte die „Fohlen“ nur eine Saison danach bis auf den Champions-League-Qualifikationsrang. In zwei Spielzeiten trat die Borussia unter ihm in der Europa League an, in seiner letzten Saison dann sogar in der europäischen Königsklasse. Diese endete für Favre aber schon im September, als er nach einem verpatzten Saisonstart zurücktrat.
Favre über BVB-Aus: „Ich muss mir nichts vorwerfen“
Mit Dortmund kehrte Favre dann in die Bundesliga und Champions League zurück. In der Saison 2018/19 verpasste er mit dem BVB nur knapp den Gewinn der Meisterschaft, nachdem der Verein die Hinrunde noch dominiert hatte. Favre sagte im Rückblick, dass der Ausfall von Marco Reus damals in der Rückrunde mitentscheidend war. „Der beste Spieler war plötzlich nicht mehr da.“ Bei der Beurteilung dieser Saison sei Reus‘ Ausfall bei vielen Experten total in Vergessenheit geraten. „Das war kein Detail, sondern ein riesiges Problem.“
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Favre resümierte: „Ich muss mir nichts vorwerfen: Ich habe das Bestmögliche gemacht. Es ist schade, aber ich muss es akzeptieren.“ Auch beim BVB musste er dann in der Hinrunde gehen. (dpa/hmg)
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