Wayne Rooney mit einem Mikrofon der BBC

Wayne Rooney war als BBC-Experte sehr emotional beim FA-Cup-Wunder. Foto: picture alliance / empics | Martin Rickett

Es geht um seinen Bruder: England-Legende Wayne Rooney kommen im TV die Tränen

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Die englische Stürmer-Ikone Wayne Rooney (40) hat nach dem historischen Pokal-Coup seines jüngeren Bruders John (35) mit den Tränen gerungen. Als TV-Experte der BBC hatte Englands ehemaliger Nationalmannschafts-Kapitän live miterlebt, wie der Sechstligist FC Macclesfield den Titelverteidiger Crystal Palace mit 2:1 aus dem Wettbewerb warf – und damit FA-Cup-Geschichte schrieb.

„Ich werde emotional“, sagte Rooney sichtlich bewegt am Mikrofon. „Zu sehen, wie mein jüngerer Bruder, der noch nicht lange Manager ist, eine Mannschaft aus der Premier League besiegt hat … Ich bin so stolz.“ Es sei eine „großartige Leistung. Was er heute erreicht hat, ist absolut hervorragend“.

Crystal Palace und Macclesfield trennen im Ligensystem 117 Plätze

Nie zuvor im FA Cup hatte ein Team aus der sechsten Liga einen Premier-League-Klub besiegt. Der Unterschied zwischen beiden Vereinen im englischen Ligensystem beträgt 117 Plätze.


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Für Macclesfield war der FA-Cup-Erfolg gegen die Mannschaft des früheren Bundesliga-Trainers Oliver Glasner auch ein emotionaler Akt der Bewältigung. Im Dezember war Angreifer Ethan McLeod im Alter von 21 Jahren tödlich verunglückt. John Rooney hatte vor dem Spiel eine Nachricht von McLeods Vater erhalten – doch aus Rücksicht auf seine Spieler teilte er sie erst danach mit. „Ich wollte keinen zusätzlichen Druck erzeugen“, erklärte er.

Macclesfield-Stürmer McLeod war im Dezember verstorben

Die Mannschaft wolle nun gemeinsam die Eltern des verstorbenen Spielers besuchen. „Wir halten alle zusammen“, sagte der Coach. „Es wird nie einfacher werden. Wir haben immer noch Bilder in den Umkleideräumen, die nie verschwinden werden.“

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Der Klub war 2020 nach finanziellen Schwierigkeiten aufgelöst und neu gegründet worden. Seitdem hat Macclesfield drei Aufstiege in vier Jahren geschafft. Für John Rooney ist es die erste Trainerstation. (sid/vb)

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