Erst Randale, bald die Schale: Bayern feiern nach Gala gegen Stuttgart den Titel
Der FC Bayern München ist zum 35. Mal Deutscher Meister. Nach anfänglichem Schreckmoment und einem Rückstand gewann das Team von Erfolgstrainer Vincent Kompany am Ende ungefährdet und hochverdient mit 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart. Vier Spieltage vor dem Saisonende vergrößerten die Bayern damit den Vorsprung auf Borussia Dortmund auf uneinholbare 15 Punkte. Der BVB hatte am Samstag mit 1:2 bei der TSG Hoffenheim verloren und damit das frühe Meisterstück möglich gemacht.
Kompany hatte nach dem 4:3-Sieg in der Champions League gegen Real Madrid seine Startelf gleich auf acht Positionen verändert. Nur Josip Stanisic, Joshua Kimmich und Luis Díaz blieben im Team, das nach 20 Minuten in Rückstand geriet. Chris Führich veredelte einen hervorragenden Steckpass von Bilal El Khanouss zur VfB-Führung.
Bayern gewinnen zum 35. Mal die Meisterschaft
Die Bayern hatten Probleme. Allerdings nur in den ersten 30 Minuten. Dann führte die erste echte Torchance des Rekordmeisters zum Ausgleich. Jamal Musiala war von der linken Außenbahn nach innen gezogen, hatte sich gegen zwei Stuttgarter durchgesetzt und in den Strafraum gepasst. Raphaël Guerreiro verwandelte zum 1:1 (31.) und eröffnete die Gala.
Nach großer Mithilfe von Finn Jeltsch, der sich einen fatalen Fehlpass in die Beine von Guerreiro leistete, vollendete Nicolas Jackson zur Führung (33.). Nur vier Minuten später stand es schon 3:1. Jeff Chabot fälschte einen Außenrist-Schuss von Alphonso Davies ins eigene Tor ab (37.). Zur Pause kamen die Superstars Michael Olise und Harry Kane ins Spiel. Und letzterer ließ sich nicht lange bitten. In der 52. Minute traf Kane zum 4:1. Deckel drauf, Weißbier auf. Daran änderte auch der Stuttgarter Treffer von Chema Andrés (88.) zum 4:2 nichts mehr.
Massenschlägerei vor dem Spiel der Bayern
Vor dem Spiel war es zu einer Massenschlägerei vor dem Stadion gekommen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, darunter auch Polizisten. Vermummte Anhänger beider Fanlager waren zwischen dem U-Bahnhof Fröttmaning und dem Stadion aufeinandergetroffen. Es kam zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften setzte Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein, um die Gruppen zu trennen. Laut Polizei konnten die Beamten die Situation zügig beruhigen.
Nach Angaben einer Sprecherin der Münchner Polizei wurden um die hundert Fans kontrolliert. Wie viele von ihnen anschließend in Gewahrsam genommen wurden, war zunächst unklar. Auch die Zahl der Verletzten war zunächst nicht bekannt. „Derartige Gewalt vor Sportveranstaltungen dulden wir in München nicht“, sagte eine Sprecherin.
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