Bruno Labbadia wird in Stuttgart vorgestellt
Bruno Labbadia wird in Stuttgart vorgestellt
  • Ex-HSV Coach Bruno Labbadia wurde am Montag als neuer Trainer in Stuttgart vorgestellt.
  • Foto: imago/Sportfoto Rudel

Ehemaliger HSV-Trainer in Stuttgart vorgestellt: „Situation ist ernst“

Bei der Vorstellung von Trainer Bruno Labbadia beim VfB Stuttgart stellt der Vorstandschef klar: Ein Abstieg hätte für den Verein verheerende Folgen. Alexander Wehrle hielt sich nicht mit Schönfärberei auf, er schlug Alarm. Ein erneuter Abstieg, sagte der Vorstandsvorsitzende des kriselnden VfB Stuttgart bei der Vorstellung des neuen Trainer Bruno Labbadia, wäre existenzgefährdend.

Die Situation wäre „nicht vergleichbar mit 2019“, sagte er: „Dazwischen liegen eineinhalb Corona-Jahre mit 90 Millionen Euro Verlust. Dazu kommt ein Stadioninvest in Höhe von 130 Millionen. Und ein Abstieg würde 40 Millionen Umsatzverlust bedeuten. Die Situation ist ernst.“

Labbadia braucht die Herausforderung

Feuerwehrmann Labbadia ist sich dieser Brisanz bewusst. „Ich sitze hier, weil es dem Verein gerade nicht gut geht. Es ist nicht die einfachste Aufgabe. Aber ich brauche einen gewissen Nervenkitzel und eine Herausforderung“, sagte der 56-Jährige, schon von 2010 bis 2013 Trainer der Schwaben.

Am Montag leitete Labbadia das erste Training beim akut abstiegsgefährdeten Tabellen-16. – seine Soforthilfe skizzierte er anschließend so: „Wir müssen in die Köpfe der Spieler kommen, die Motivation herauskitzeln, den Jungs ein Stück mehr Selbstvertrauen geben.“ Das Motto: „Ärmel hochkrempeln und Lust auf Fußball entwickeln.“


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Labbadia, der einen Zweieinhalbjahresvertrag bis 2025 unterschrieben hat, dachte trotz aller Probleme aber schon weiter. Er habe den Profis gesagt, „dass Abstiegskampf keiner braucht. Aber wenn man es schafft, nimmt man extrem viel mit, dann kann man mit dem Klub einen Schritt nach vorne machen. Aber dieser Weg wird sehr steinig“.
Den Weg gibt neben Wehrle künftig auch Sportdirektor Fabian Wohlgemuth als Nachfolger von Sven Mislintat vor. „Wenn wir die Puzzleteile richtig zusammensetzen, bin ich mir sicher, dass wir die Aufgabe positiv bewältigen“, sagte der 43-Jährige. Allerdings dürfe man auch „die Fakten nicht ignorieren: Wir sind 16., und haben seit knapp einem Jahr kein Auswärtsspiel mehr gewonnen“.

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Mit Labbadia soll sich das ändern, wenn es am 21. Januar gegen Mainz wieder losgeht. Der ehemalige Hamburger und Wolfsburger könne, so Wehrle, „Klassenerhalt. Doch auch danach ist er in der Lage, eine Mannschaft zu verbessern“. (sid/nswz)

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