Frank Schmidt senkt den Kopf zu Boden

Frank Schmidt war nach Heidenheims Niederlage in Bremen schwer enttäuscht (Archivfoto). Foto: imago images/Eibner

„Echt mies“: Erster Konkurrent von HSV und St. Pauli resigniert im Abstiegskampf

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Die Flutlicht-Masten im Weserstadion flackerten nach dem Schlusspfiff in Grün-Weiß, die Mannschaft versammelte sich im Kreis und Trainer Daniel Thioune atmete erleichtert durch. Werder Bremen hat im Abstiegskampf nach einer langen Durststrecke wieder ein Lebenszeichen gesendet. Dank Jovan Milosevic setzte sich der Traditionsklub im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 (0:0) durch. Die leidgeplagten Fans sangen: „Nur der SVW“. Heidenheims Trainer Frank Schmidt glaubt fast nicht mehr an den Klassenerhalt.

Milosevic ließ die Anhänger mit seinem Treffer in der 57. Minute jubeln, zudem unterlief Hennes Behrens (90.+7) kurz vor Spielende ein Eigentor. Für Thioune, Nachfolger von Horst Steffen, war es nach drei Pleiten in seinen ersten drei Spielen der erste Sieg. Werder sprang mit nun 22 Punkten zunächst auf Rang 16. „Die Erleichterung ist groß. Es war aber nur der erste Schritt, es sind noch zehn Spiele zu spielen“, sagte Bremens Romano Schmid bei DAZN.

Heidenheims Klassenerhalt jetzt kaum mehr möglich

Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt sind angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz dagegen wohl nicht mehr zu retten, statistisch gesehen sind sie bereits abgestiegen. Denn: Mit einer Ausbeute von nur 14 Punkten nach 24 Spielen hat seit Einführung der Drei-Punkte-Regel noch kein Team am Saisonende den Klassenerhalt geschafft.


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„Unsere Position ist echt mies nach der Niederlage. Es wäre schon mehr als ein Wunder, wenn wir da unten noch rauskommen“, sagte Schmidt am Sky-Mikrofon resigniert. „Ich bin keiner, der hofft. Ich bin einer, der normalerweise dran glaubt, aber das fällt mir gerade genauso schwer wie unseren Fans.“

Frank Schmidt kritisiert: „Wir waren im Kopf zu langsam“

Seinem Team habe „sehr viel“ gefehlt. „Wir waren nicht in der Lage, dagegen zu halten, wir waren im Kopf sehr langsam.“ Der FCH hat nun neun Punkte Rückstand auf den Tabellen-15. St. Pauli, der mit 1:0 in Hoffenheim gewann. Der Rückstand auf den HSV (Rang elf) beträgt weiterhin zwölf Zähler – die Hamburger haben im Vergleich zu Heidenheim aber zwei Partien weniger absolviert.

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„Am Ende reicht es einfach nicht. Es war vorne und hinten eine Leistung, die nicht reicht, um in der Bundesliga zu bleiben“, sagte Heidenheims Mittelfeldspieler Niklas Dorsch bei DAZN geknickt. Die Partie sei die einzige Chance gewesen, „um noch einmal Anschluss an die oberen Plätze zu bekommen“, diese habe man nicht genutzt. Mit der Leistung habe man „in der Bundesliga nichts verloren“. (sid/mp)

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