„Extrem enttäuscht“: Dortmund-Frust nach Millionen-Pleite in der Champions League
Sportdirektor Sebastian Kehl hat das Aus von Borussia Dortmund in den Playoffs der Champions League „extrem enttäuscht“ aufgefasst. „Ich wusste, dass es hier sehr, sehr schwer wird. Aber ich bin davon ausgegangen, dass wir eine Runde weiterkommen“, sagte Kehl nach dem 1:4 (0:2) bei Atalanta Bergamo. Das 2:0 aus dem Hinspiel in Dortmund genügte nicht.
Dem BVB entgehen so nicht nur weitere Spiele in seinem Lieblingswettbewerb, er muss auch auf elf Millionen Euro verzichten, die es fürs Erreichen des Achtelfinales als Prämie gibt. „Ich habe mich ehrlich gesagt mit dem Szenario vor dem Spiel nicht beschäftigt. Dieses Weiterkommen war eingeplant, die Einnahmen hatten wir eingeplant“, gab Kehl zu: „Wir werden unseren Weg weitergehen und daraus unsere Schlüsse ziehen.“
Bereits am Samstag (18.30 Uhr/Sky) kommt es in der Bundesliga in Dortmund zum Duell mit Bayern München. Die Vorbereitungen beginnen ab Donnerstag, es sei ein „wichtiges Spiel. Wir wissen um die Bedeutung in der Bundesliga“, sagte Kehl: „Wir werden versuchen, Bayern München zu schlagen und alles zu geben. Aber jetzt müssen wir das Spiel erstmal verarbeiten und unsere Lehren daraus ziehen.“
Dortmund-Verteidiger Schlotterbeck hadert mit Roter Karte
Frust herrschte bei den Dortmundern indes nicht nur wegen des Ausscheidens, sondern auch wegen des Schiedsrichters, der nach dem späten und spielentscheidenden Elfmeterpfiff gegen Dortmund dem auf Bank sitzenden Nico Schlotterbeck – ebenso wie dem ausgewechselten Atalanta-Verteidiger Giorgio Scalvini – die Rote Karte gezeigt hatte. Schlotterbeck hat nach eigenen Angaben auch nach dem Schlusspfiff keine Begründung für die Sanktion. „Selbst nach der Partie“ habe ihm der Schiedsrichter keine Gründe nennen können, schrieb Schlotterbeck bei Instagram.
Über das Verpassen des Achtelfinals der Champions League sei er „extrem niedergeschlagen“. Beim Chaos vor der spielentscheidenden Elfmeterszene hatte Schlotterbeck von Schiedsrichter José María Sánchez Martínez die Rote Karte gesehen. „Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles“, schrieb der Dortmunder Verteidiger: „Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendetwas.“
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Trainer Niko Kovač rätselte ebenfalls. „Für mich war das gar nichts“, sagte er. Schlotterbeck habe jedoch den Dortmunder Bereich verlassen, das könne man ihm „vielleicht vorwerfen“, denn „als Trainer darfst du nicht in der Coaching-Zone des Gegners sein. Wahrscheinlich war das der Grund.“ (sid/trh)
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