HSV-Profi Miro Muheim im Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Deutschland

HSV-Profi Miro Muheim im Spiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen Deutschland Foto: WITTERS

HSV-Profi Muheim bereitet Tor gegen Deutschland vor – Wirtz überragt

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Julian Nagelsmann hatte seine Karten auf den Tisch gelegt und einen ersten Vorgeschmack auf seine WM-Elf gegeben. Der Bundestrainer schickte zum Auftakt des Turnierjahres in Basel gegen die Schweiz (4:3) eine Startformation ohne große Überraschungen auf den Platz. Am Ende überragte in einem wilden Spiel Florian Wirtz.

Vor Torwart Oliver Baumann sollte sich die für den Sommer angedachte Viererkette mit Kapitän Joshua Kimmich, Ex-HSV-Profi Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum einspielen. In der Abwehr, sagte Nagelsmann, „brauchen wir ein gutes Gefühl und Stabilität“.

In seinem „Herzstück“ im defensiven Mittelfeld musste der Bundestrainer improvisieren. Weil Stammspieler Aleksandar Pavlovic (Hüfte) wie dessen Ersatz Felix Nmecha (Knie) ausfiel, bekam der nachnominierte Angelo Stiller neben dem offensiveren Leon Goretzka eine Bewährungschance.

Länderspiel gegen die Schweiz: Nagelsmann setzt auf Sané

Die wegen des absprachegemäßen Verzichts auf den angeschlagenen Regisseur Jamal Musiala verwaiste Zehnerposition bekleidete Serge Gnabry. Auf den Außen sollten Leroy Sané und Florian Wirtz wirbeln. Die Neun gab wie von Nagelsmann angekündigt Rückkehrer Kai Havertz. „Er ist ein extrem guter Spieler, der uns guttun wird auf der Position“, sagte Nagelsmann.

Ex-Profi Mario Basler dürfte derweil gerade die Sané-Aufstellung nicht gefallen haben. Letzter wechselte im vergangenen Sommer von Bayern München zum türkischen Meister Galatasaray Istanbul. Er kam in dieser Saison in zehn von zwölf möglichen Champions-League-Partien zum Einsatz, blieb dabei aber torlos und lieferte zwei Vorlagen. In der Liga durfte Sané als Offensivspieler 21-mal ran, traf sechsmal und gab vier Assists. Basler hatte zur Nominierung gesagt: „Einen Sané, der bei einem Zweitliga-Verein Galatasaray spielt und in der Champions League nicht mehr auf dem Platz steht, dass solche Spieler noch eingeladen werden, macht Nagelsmann völlig unglaubwürdig.“

Berechtigte Kritik? In der ersten Halbzeit konnte die Nagelsmann-Elf zumindest nicht komplett überzeugen. Denn trotz deutlicher Überlegenheit kassierte das DFB-Team zwei Gegentore: Das 0:1 durch Dan Ndoye konnte der Hamburger Jonathan Tah per Kopf ausgleichen (26.), das 1:2 durch Breel Embolo (41.) wiederum egalisierte Serge Gnabry in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs.

Nagelsmann: „Haben verdient gewonnen“

In der zweiten Hälfte erzielte Florian Wirtz dann ein Traumtor (61.) zur deutschen 3:2-Führung. Schweiz-Joker Miro Muheim vom HSV bereitete das sehenswerte 3:3 durch Joel Monteiro vor, ehe erneut Wirtz den 4:3-Endstand herstellte. Es sei „wahrscheinlich“ sein bislang bestes Länderspiel gewesen, sagte Wirtz bei RTL. Sein erstes Tor sei „ein bisschen gewollt“ gewesen: „Ich würde aber lügen, wenn ich sage, dass ich den genau dahin schießen wollte. Beim zweiten sieht man, dass er dahin sollte. Am Ende geht es darum, dass wir das Spiel gewinnen. Wenn wir immer mehr Tore schießen als der Gegner, geht das in Ordnung.“

Nagelsmann selbst analysierte bei RTL: „Insgesamt haben wir verdient gewonnen. Wir haben uns gegen ein Team, das in der Quali nur zwei Tore bekommen hat, viele Chancen erspielt. Nach dem 3:2 müssen wir das 4:2 machen. Wir haben trotzdem eine gute Nehmerqualität gezeigt – so zurückzukommen ist gut. Flo hat außergewöhnliche Tore gemacht. Wir wissen, dass er einen brutalen Schuss hat, eine enorme Kreativität. Verteidigt haben wir nicht ganz so gut. Beim ersten Tor war es zu passiv, beim zweiten auch.“

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