Eugen Polanski im Spiel gegen RB Leipzig

Eugen Polanski ärgerte sich sehr über eine VAR-Entscheidung im Spiel gegen RB Leipzig. Foto: Ulrich Hufnagel/dpa

„Das killt den Sport“: Gladbach-Trainer Polanski zwischen Wut und Wurst-Spruch

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Gladbach-Coach Eugen Polanski wird in diesem Leben kein VAR-Freund mehr. Diesmal ging es um Millimeter.

Eugen Polanski hatte bei allem Ärger über den VAR seinen Humor noch nicht verloren. Zwei Minuten lang hatte der Gladbacher Trainer nach eigener Zeitrechnung das vermeintliche Siegtor gegen RB Leipzig bejubelt, dann folgte ein zweiminütiger Check der Millimeter-Entscheidung – und es stand wieder 0:0.

Polanski ist ein großer Kritiker des Videobeweises

„Wahrscheinlich ist es Marketing für die Zuschauer, die sich eine Stadionwurst holen sollen“, sagte der 39-Jährige durchaus gefrustet.


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Polanski hatte sich in den vergangenen Wochen immer wieder kritisch zum VAR geäußert, nach dem 0:0 gegen RB Leipzig fühlte er sich bestätigt. Ein Standbild sollte zeigen, dass Franck Honorat vor seinem Treffer in der 47. Minute im Abseits gestanden hatte. Polanski konnte auch bei genauem Hinsehen keinen Beweis finden: „Ich sehe da kein Körperteil, das vor der Linie ist.“

Hauchzarte Abseits-Entscheidung gegen Honorat

Vielleicht ein Millimeter lag zwischen Honorats Schuhspitze und dem Kopf von Gegenspieler David Raum – wenn überhaupt. Der VAR griff dennoch ein, Schiedsrichter Timo Gerach nahm das Tor zurück. „Ich kann es fast nicht glauben“, sagte Polanski, dessen Urteil eindeutig war: „Völliger Quatsch dieser VAR. Dabei bleibe ich.“ Und mehr noch: „Das killt den Sport.“

Polanski, der sich schon nach dem Derby gegen den 1. FC Köln (3:1) als VAR-Kritiker geoutet hatte, sieht Standbilder wie am Freitag generell kritisch. „Ich bin auch nicht sicher, ob der Moment der Ballabgabe auf die Hundertstelsekunde stimmt“, sagte er. Das bewusste Schaffen eines Vorteils – der Grund für die Einführung der Abseitsregel also – konnte Honorat jedenfalls niemand vorwerfen.

Gladbach hatte gegen Leipzig stark gespielt

Die Diskussion überlagerte das gute Spiel der Gladbacher, die dem Tabellenzweiten über 90 Minuten ebenbürtig waren. Vor allem die Defensive zeigt sich unter Polanski stark verbessert, in den letzten vier Spielen gab es nur ein Gegentor – und das war ein fragwürdiger Elfmeter gegen Köln, bei dem der Kölner Keller sich nicht gemeldet hatte.

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Immerhin: Den zweiten VAR-Einsatz gegen Leipzig bezeichnete auch Polanski als richtig. Kurz vor Schluss hatte Schiedsrichter Gerach einen Elfmeterpfiff zurückgenommen, weil Willi Orban erst den Ball und dann Gegenspieler Shuto Machino getroffen hatte. „Das war richtig“, sagte auch Polanski. Der VAR sei dennoch „Quatsch“, sagte er, „und zwar in allen Situationen – egal, ob das dann positiv oder negativ für uns ist“. (sid/fwe)

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