Vincent Kompany bei einer Pressekonferenz

Vincent Kompany sorgte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt für eine Menge Aufsehen. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Das ist mein größter Wunsch“: Kompany legt nach Anti-Rassismus-Rede nach

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Nach seinem vielbeachteten Statement rund um den mutmaßlichen Rassismus-Fall um Real-Madrid-Star Vinícius Júnior hat Bayern-Trainer Vincent Kompany erklärt, warum er sich nicht weiter äußern möchte. „Ich glaube nicht, dass wir jetzt was gewinnen, wenn ich das jetzt noch in den nächsten zwei, drei, vier, fünf Tagen immer wieder sage“, sagte Kompany. „Ich hoffe, dass die Tür offen bleibt, damit wir aus diesem Moment wachsen.“

Kompany hatte am Tag vor dem 3:2 des FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga in einem fast zwölf Minuten langen Monolog sehr differenziert die Situation um Vinícius Júnior, die Rassismus-Vorwürfe im Spiel von dessen Klub bei Benfica Lissabon und die Rolle von Benfica-Trainer José Mourinho beleuchtet.

Bayern-Boss Eberl „tief berührt“ von Kompany-Rede

„So sollten wir miteinander reden. Das kann keiner besser machen als er“, sagte Bayern-Sportvorstand Max Eberl. „Es hat mich tief berührt. Die Rede steht für sich.“ Englands Nationalmannschaftskapitän Harry Kane hob die besonderen Qualitäten seines Trainers hervor. „Er ist nicht nur ein großartiger Trainer, sondern auch eine großartige Persönlichkeit“, sagte Kane.

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Kompany hatte sich klar hinter Vinícius Júnior gestellt. Er beklagte grundsätzlich den Umgang mit Rassismus im Fußball und in der Gesellschaft. Und er kritisierte Mourinho, dem er Fehlverhalten in einer Führungsposition vorwarf, weil er Vinícius Júnior für seinen Torjubel angriff und damit vom eigentlichen Vorfall in dem Spiel ablenkte. Das sei seine „ganz spontane, ganz offene, ehrliche Meinung“ gewesen, sagte Kompany nach dem Sieg gegen die Eintracht.

Kompanys „größter Wunsch“ ist eine Stärkung

„Ich wünsche mir, dass wir aus dieser Situation gestärkt hervorgehen“, sagte der Belgier. „Das ist mein größter Wunsch für die Zukunft. Deshalb möchte ich das Thema nicht weiter aufgreifen. Denn ich denke, es braucht jetzt etwas Abstand, damit alle Beteiligten hoffentlich wieder zusammenfinden können.“

In diese Richtung hatte er sich auch am Vortag geäußert. Er würde sich wünschen, „dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt. Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option. Es gibt immer nur links und rechts, schwarz und weiß“, hatte Kompany beklagt.

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Vinícius Júnior hatte beim Champions-League-Spiel in Lissabon Benfica-Profi Gianluca Prestianni vorgeworfen, ihn rassistisch beleidigt zu haben, indem er ihn als „Affen“ bezeichnete. Der Argentinier bestreitet die Vorwürfe. (dpa/lam)

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