„Das beleidigt den Fußball“: Merz schämt sich für Hass gegen Bundesliga-Trainerin
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Sonntagabend Marie-Louise Eta, die Übungsleiterin des 1. FC Union Berlin, in Schutz genommen. Die 34-Jährige ist die erste weibliche Bundesliga-Cheftrainerin. Seit Wochen sieht sich Eta in den sozialen Medien sexistischen Kommentaren und Hass ausgesetzt. In der ARD-Sendung „Caren Miosga“ erklärte Merz nun, dass er sich dafür schäme.
Der Bundeskanzler findet den Hass, den Eta im Netz abbekommt, „unerträglich“: „Das beleidigt den Fußball“, urteilte der 70-Jährige am Sonntagabend. Im selben Atemzug lobte Merz die ehemalige HSV-Spielerin Eta: „Ich muss sagen, ich finde das toll, dass sie das macht. Ich wünsche ihr wirklich jeden erdenklichen Erfolg.“
Eta wurde Opfer von Hass-Kommentaren im Netz
Eta hatte Union Berlin im April übernommen. In den ersten beiden Partien unter ihr hatte es jeweils Niederlagen gegeben – 1:2 gegen Wolfsburg und 1:3 gegen RB Leipzig. In den sozialen Medien war der Fehlstart unter der neuen Trainerin gefundenes Fressen für die Kritiker. Unter den Beiträgen des Klubs fanden sich auch viele sexistische Kommentare. Eine Grenzüberschreitung. Am Samstag konnte Eta jetzt endlich den ersten Punkt mit Union einfahren. Und einen Tag nach dem 2:2 gegen den 1. FC Köln war der Klassenerhalt perfekt.

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Merz hat sich bei „Caren Miosga“ auch zu weiteren aktuellen Themen in der Fußball-Welt geäußert. So gratulierte der bekennende BVB-Fan dem Rivalen FC Schalke 04 zum Bundesliga-Aufstieg. „Ich freue mich darauf – endlich wieder das Derby im Ruhrgebiet. Das ist wunderbar. Glückwunsch an Schalke 04“, erklärte der Kanzler. Die Schalker hatten sich die Rückkehr ins Oberhaus am Samstagabend gesichert.
DFB-Team kann laut Merz bis ins WM-Finale kommen
Auch über die anstehende Weltmeisterschaft im kommenden Sommer sprach Merz in der ARD. Er sehe die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann auf dem richtigen Weg, und Merz gab sogar eine Prognose ab: „Die deutsche Mannschaft ist im Augenblick so gut aufgestellt und hat sich so gut entwickelt, dass sie die Chance hat, in die letzten Runden zu kommen, ins Halbfinale. Und wenn es richtig gut läuft, kann sie auch ins Finale kommen.“
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Für den Fall, dass die DFB-Elf dies wirklich schafft, kündigte Merz an: „Wenn Deutschland im Endspiel ist, fahre ich selbstverständlich hin.“ Die Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft beim Turnier in Nordamerika sind Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Die WM startet am 11. Juni.
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