FC Bayern München-Spieler Harry Kane jubelt über sein Tor

Harry Kane hat mit 17 Toren aus 13 Spielen in der Bundesliga mehr als doppelt so viele Tore wie der Zweitplatzierte Jonathan Burkardt (8). Foto: imago/Ulmer/Teamfoto

„Dann haben wir sie bestraft“: Kane und Undav mit martialischen Worten

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Die Bayern setzen gegen Stuttgart ein Ausrufezeichen. Mal wieder mittendrin: Harry Kane. In ungewohnter Rolle. Und sowohl er als auch sein Stuttgarter Pendant bewerteten insbesondere Schlussphase des Spiels mit martialischen Worten.

Nach der nächsten Machtdemonstration inklusive Zaubertor und eines erneuten Dreierpacks von Harry Kane ließen sich die Dominatoren der Liga von den begeisterten Fans feiern. Selbst eine erneute Mega-Rotation von Trainer Vincent Kompany konnte den FC Bayern nicht stoppen. Mit einem beeindruckenden 5:0 (1:0) beim bislang so heimstarken VfB Stuttgart setzten die Münchner ein weiteres dickes Ausrufezeichen.

Harry Kane glänzt für die Bayern auch als Joker

„Es ist etwas, woran ich offensichtlich nicht ganz gewöhnt bin“, sagte Kane über seine Rolle als „Superjoker“ bei Sky: „Ich finde, die Jungs haben in den ersten 60 Minuten großartige Arbeit geleistet, und dann haben sie mir und ein paar anderen die Möglichkeit gegeben, hereinzukommen und die freien Räume zu nutzen. Für mich persönlich ist es natürlich schön, ein paar Tore mitzunehmen.“


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Konrad Laimer hatte die Bayern in der 11. Minute mit einem Zaubertor per Hacke in Führung gebracht. Es folgte eine wilde Schlussphase, in der Kane gnadenlos zuschlug: Der eingewechselte Torjäger traf nach Belieben (66./82., Handelfmeter/88.) und baute seine Ausbeute auf 17 Treffer in der Liga aus, insgesamt steht er in dieser Saison bei 28 Toren.

Deniz Undav: „Die haben uns fertig gemacht“

Josip Stanisic (78.) traf dazu nach einem bösen Patzer von VfB-Torhüter Alexander Nübel. In der Schlussphase nutzen die Bayern ihre Überzahl, nachdem Lorenz Assignon (81.) den Ball auf der Torlinie mit dem Arm abgewehrt hatte. „Das waren zwei Klassen Unterschied“, gab Stuttgarts Nationalspieler Deniz Undav zu: „Die haben uns einfach fertig gemacht.“ Das sah auch Kane so: „In der letzten halben Stunde haben wir sie bestraft.“

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Nicht nur der Engländer, der sich natürlich den Spielball schnappte und mit einem Strahlen im Gesicht ein Siegerselfie knipste, ist auf Rekordjagd: Für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany, die am Dienstag (18.45 Uhr/DAZN) schon wieder in der Königsklasse gegen Sporting Lissabon gefordert ist, war es im 22. Pflichtspiel der Saison bereits der 20. Erfolg.

Bayern bauen unfassbare Bilanz aus

Auch die beeindruckende Auswärtsserie beim VfB hielt: Die Münchner haben 16 der vergangenen 17 Auftritte in Stuttgart gewonnen. Für den bislang heimstarken VfB war es ein Dämpfer im Kampf um die Champions-League-Plätze.

Kompany nahm nach dem umkämpften 3:2 im Pokal bei Union Berlin gleich sechs Wechsel vor. Eine Pause bekam unter anderem Kapitän Manuel Neuer, der im Tor von Jonas Urbig ersetzt wurde. Zudem saßen Kane, Jonathan Tah, Lennart Karl, Stanisic und Aleksandar Pavlovic zunächst auf der Bank.

Es hätte noch deutlicher werden können

Doch die Münchner starteten trotz der Umstellungen gewohnt dominant. Der zunächst ängstlich wirkende VfB hatte Glück, dass Nicolas Jackson und Luis Díaz nicht schon früh trafen. Dies erledigte dann Verteidiger Laimer, der eine Vorlage von Michael Olise spektakulär per Hacke durch die Beine von Nübel schob. Erst nach dem Rückstand legte der VfB seine Zurückhaltung ab und konnte die Partie offener gestalten. Bayern verlegte sich auf Konter.

Dabei hätte ein schwerer Fehler von Nübel, der von den Münchnern ausgeliehen ist, fast zum 2:0 geführt. Der Nationalkeeper ließ einen Schuss von Olise durchrutschen, der Ball kullerte nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Glück hatten wiederum die Münchner kurz darauf, dass ein Treffer von Nikolas Nartey nach Videostudium wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung zurückgenommen wurde.

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Nach dem Wechsel übernahmen aber die Gäste wieder das Kommando. Die erste Chance hatte zwar erneut der VfB, dann erhöhten die Münchner aber die Schlagzahl deutlich. Kompany brachte nun Pavlovic, Karl und Kane, der kurz nach seiner Einwechslung mit einem satten Schuss aus gut 20 Metern traf und in einer furiosen Schlussphase sogar noch zwei Treffer nachlegte. (sid/lam)

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