Tragischer Hintergrund: Leipzig-Star löst seinen Vertrag auf – Karriere-Ende?
Es ist ein trauriges Ende: Kevin Kampl und RB Leipzig haben sich in beiderseitigem Einvernehmen auf eine vorzeitige Vertragsauflösung zum 31. Januar geeinigt. Der 35 Jahre alte Mittelfeldspieler, der im Sommer 2017 von Bayer Leverkusen nach Leipzig gewechselt war, möchte aus familiären Gründen in seine Heimat nach Solingen zurückkehren, wie er in einer Botschaft an die Fans erklärte. Kampl wird am 17. Januar beim Heimspiel gegen Bayern München offiziell verabschiedet.
„Ich war in Leipzig sehr, sehr glücklich und bin sehr stolz auf das Erreichte“, wird Kampl von RB zitiert, „ich selbst werde mich nun – wie die letzten Monate auch – intensiv um meine Familie in der Heimat kümmern.“
Kampl, dessen Vertrag im Sommer ausgelaufen wäre, kam in dieser Saison dreimal in der 90. Minute zum Einsatz, das letzte Mal am 5. Spieltag beim 1:0-Erfolg der Leipziger beim VfL Wolfsburg Ende September. Mit 283 Pflichtspieleinsätzen für Leipzig ist Kampl der Profi mit den sechstmeisten Einsätzen.
Kampl mit sechstmeisten Einsätzen für Leipzig
Der 28-malige slowenische Nationalspieler bestritt insgesamt 270 Partien in der Bundesliga für Leipzig, Leverkusen und Borussia Dortmund. Zu den Westfalen war Kampl am 1. Januar 2015 von RB Salzburg gekommen, für den er in fünf Halbserien aufgelaufen war. Insgesamt gelangen dem Mittelfeldspieler, der mit Leipzig zwei Pokalsiege feiern konnte, 13 Treffer in der Bundesliga.
✍️ Kevkos Botschaft an die #RBL-Familie: pic.twitter.com/e6ieC1dIQT
— RB Leipzig (@RBLeipzig) January 3, 2026
„Kevin hat diesen Klub in seiner Zeit hier maßgeblich geprägt. Er ist in all den Saisons zu einem der Gesichter von RB Leipzig gereift, war ein absoluter Führungsspieler auf und neben dem Feld und an den bislang größten Erfolgen des Klubs durch starke und verlässliche Leistungen maßgeblich beteiligt. Seine Entscheidung, in dieser Situation die Kräfte ausschließlich für seine Familie zu bündeln, verdient allergrößten Respekt und unterstreicht einmal mehr seinen einwandfreien Charakter“, sagte RB-Geschäftsführer Marcel Schäfer.
Kampl: Bruder Seki verstarb im Oktober
„Die vergangenen Monate waren für meine Familie und mich sehr emotional und von tiefer Trauer geprägt. Der plötzliche Verlust meines Bruders hat mir schmerzlich vor Augen geführt, wie wertvoll Zeit ist und wie wichtig es ist, sie mit den Menschen zu verbringen, die einem am nächsten stehen“, schrieb Kampl in einer Botschaft an die Fans. Im Oktober war sein Bruder Seki im Alter von 51 Jahren überraschend verstorben.
„Nach all den Jahren habe ich für mich gemerkt, dass es an der Zeit ist, nach Hause zu gehen – auch, weil es meinem Vater gesundheitlich nicht gut geht und ich mehr gemeinsame Zeit mit ihm verbringen möchte. Zeit, die nicht zurückkommt“, schrieb Kampl.
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Aufgrund der spät angesetzten Vertragsauflösung Ende Januar kann Kampl in der Rückrunde zu keinem anderen Verein wechseln. Kampl ließ offen, ob die Vertragsauflösung einem Karriere-Ende gleichkomme: „Dass ich irgendwann irgendwo noch einmal auf den Platz zurückkehre, möchte ich nicht final ausschließen, auch wenn es sich derzeit absolut unrealistisch anfühlt und ich zukünftig viel mehr Zeit mit den Menschen verbringen möchte, die mir am nächsten stehen.“ (dpa/sid/lam)
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