Crans-Montana: Französischer Fußballer (19) erleidet schwere Verbrennungen
Unter den Verletzten der Brandkatastrophe in Crans-Montana in der Schweiz ist auch ein Nachwuchsspieler des französischen Erstligisten FC Metz.
Nach Angaben des Klubs wurde der 19 Jahre alte Tahirys Dos Santos mit schweren Verbrennungen per Hubschrauber nach Deutschland geflogen, wo er derzeit behandelt wird. Der Verteidiger kommt aus der eigenen Jugend und spielt aktuell in der zweiten Mannschaft des FC Metz.
In der Silvesternacht waren bei dem Brand in Crans-Montana in einer Bar mit Hunderten zumeist jungen Feierenden etwa 40 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt. Rund 80 von ihnen sollen sich Berichten zufolge im kritischen Zustand befinden.
Tahirys Dos Santos in Crans-Montana verletzt
Le #FCMetz a la douleur d’annoncer que Tahirys Dos Santos, joueur stagiaire du club, a été blessé lors de l’incendie survenu à Crans-Montana.
L’ensemble du club unit ses pensées pour les adresser à Tahirys, dans ces heures où il combat la souffrance.— FC Metz ☨ (@FCMetz) January 1, 2026
Eines der zahlreichen Brandopfer aus dem Schweizer Nobel-Skiort wird in einer Stuttgarter Fachklinik behandelt. „Seitens des Marienhospitals Stuttgart kann ich bestätigen, dass ein Patient aufgenommen wurde und in unserem Haus intensivmedizinisch versorgt wird“, sagte eine Kliniksprecherin. Weitere Auskünfte wurden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht erteilt.
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Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus. Die Identifizierung der Toten könne noch Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher. Ob Deutsche von dem Feuer in Crans-Montana betroffen sind, ist nach wie vor offen. Das Auswärtige Amt steht mit den Behörden in Verbindung.

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Die Behörden haben sich bislang nicht deutlich zur Ursache des Feuers in Crans-Montana geäußert. Die Kantonsregierung des Wallis schrieb in einer Mitteilung von einem „Flashover“ in der Bar – ein Brandphänomen, das eine Brandschutzsachverständige in der ARD mit einer Feuerwalze verglich.
Die meisten Schwerverletzten sind zwischen 16 und 26 Jahren. Die Feuerkatastrophe gilt als einer der schlimmsten Unfälle in der Geschichte der Schweiz. (sid/hmg)
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