Karim Adeyemi auf dem Weg zur Auswechselbank vor dem WM-Quali-Spiel gegen die Slowakei

Karim Adeyemi äußert sich erstmals zu seinem Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes. Foto: IMAGO/Eibner

Alles nur ein blöder Zufall? DFB-Star entschuldigt sich nach Waffenfund

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Nach Berichten über einen Waffenfund bei Karim Adeyemi hat sich der Nationalspieler am Mittwoch erstmals selbst geäußert. Offenbar handelte sich alles nur um einen blöden Zufall …

Noch bevor sich der 23-Jährige selbst zu Wort meldete, rekonstruierte am Mittwoch die „Bild“ den Fall. Im Sommer 2024, während die deutsche Nationalmannschaft bei der Heim-EM um den Titel kämpfte, habe der nicht nominierte Adeyemi mit seiner Frau, der Rapperin Loredana, Urlaub in Griechenland gemacht. Ein Jugendfreund Adeyemis, der zu der Zeit mit Adeyemi zusammen in Dortmund gewohnt habe, habe das Paar im Urlaub besuchen wollen. Adeyemi habe ihn deshalb gebeten, ein Paket mit Klamotten und Kosmetik für das Paar mitzubringen.

Jugendfreund packte offenbar das falsche Paket ein

Allerdings habe Adeyemi neben dem Paket, das Kleidung und Kosmetik enthalten sollte, noch ein zweites Paket bei TikTok bestellt gehabt, eine sogenannte „Mystery Box“. Bei diesen Überraschungspaketen wisse der Käufer nicht genau, was er bekomme. In Adeyemis Fall hätten sich in dieser „Mystery Box“ dann die Waffen – laut Polizeibericht drei Messer, zwei Schlagringe, ein Teleskopschlagstock, ein Blendlicht und zwei Sturmhauben – befunden. Der Freund soll die Pakete verwechselt und das falsche mit zum Flughafen genommen.

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Am Flughafen Weeze in Nordrhein-Westfalen sei das an Adeyemi adressierte Päckchen dem Security-Personal aufgefallen, ehe es geöffnet und sichergestellt worden sei. Die Polizei habe zudem zwei Handys von Adeyemis Freund beschlagnahmt. Durch ausgewertete Chats und Sprachnachrichten habe sich der Verdacht bestätigt, das Paket gehöre Adeyemi. Gegen Adeyemi und seinen Freund sei Strafanzeige erstattet worden. Wegen illegalen Waffenbesitzes erging schließlich ein Strafbefehl mit einer festgesetzten Geldstrafe von 60 Tagessätzen gegen den Profi, der am 30. Oktober rechtskräftig wurde, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Als vorbestraft gilt Adeyemi damit nicht, er muss aber 450.000 Euro zahlen.

Adeyemi muss Sozialarbeit leisten

Auch von seinem Arbeitgeber Borussia Dortmund erhielt der 23-Jährige eine Strafe, wenn auch eine eher milde. Wie der BVB mitteilte, haben Geschäftsführer Lars Ricken und Sportdirektor Sebastian Kehl in einer Dreier-Runde „ausführlich und deutlich über sein Verhalten“ gesprochen. Als Konsequenz aus dem Vorfall muss Adeyemi im Dortmunder Fußball-Sozialprojekt Nordstadtliga, das vom BVB unterstützt wird, Trainingseinheiten mit Kindern absolvieren. Die Maßnahme sei mit dem DFB abgestimmt.

Adeyemi entschuldigt sich per Instagram-Statement

DFB-Sportdirektor Rudi Völler und Bundestrainer Julian Nagelsmann hatten Adeyemi während der Länderspielpause beiseite genommen. „Wir wollten seine Version hören. Er hat dann auch versucht, es uns einigermaßen zu erklären“, berichtete Völler, der Adeyemis Verhalten „dumm“ nannte: „Man muss auch hin und wieder bestrafen. Aber natürlich ist es wichtig, solche Spieler auch in den Arm zu nehmen.“ Dennoch wolle er Adeyemis „nicht verdammen. Junge Spieler machen Fehler.“

Karim Adeyemi entschuldigt sich über Instagram für seinen Fehler. instagram/karim_adeyemi
Karim Adeyemis Statement zu seinem Strafbefehl wegen illegalem Waffenbesitz
Karim Adeyemi entschuldigt sich über Instagram für seinen Fehler.

Am Mittwoch äußerte sich der Angreifer auf Instagram selbst zu den Vorwürfen. Er bat um Entschuldigung für einen „riesigen Fehler“, der ihm „sehr leid“ tue. Er habe „aus Leichtsinn und ohne wirklich drüber nachzudenken“ gehandelt und sei dabei seiner „Vorbildfunktion“ nicht gerecht geworden. Er versicherte, „daraus gelernt zu haben“ und versprach, „solche Fehler“ in Zukunft zu vermeiden.

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