Vincent Kompany und Alexander Blessin im Gespräch

Bayern-Trainer Vincent Kompany (l.) tauschte sich vor dem Spiel mit St. Pauli-Coach Alexander Blessin aus. Foto: Sven Hoppe/ dpa

Bayern-Trainer Kompany vor dem Spiel gegen St. Pauli: Ein Abstieg kann auch helfen

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Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany zieht schon jetzt ein positives Fazit der vergangenen Monate. „Es war ein Jahr, in dem ich mich sehr wohlgefühlt habe. Das fängt bei meiner Familie an, die sich in München sehr gut eingelebt hat, auch kulturell sind wir in Bayern angekommen – das hilft enorm. Dazu arbeite ich in einem tollen Umfeld, mit Menschen, die mich fordern und mit denen ich offen sprechen kann. Und ich habe eine Mannschaft, die mich glücklich macht“, sagte der 39 Jahre alte Belgier im Vereinsmagazin „51“ vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC St. Pauli.

Es sei ohnehin nicht schwer, ihn zufriedenzustellen. „Wenn eine Mannschaft hart arbeitet, kann sie mich kaum enttäuschen – und diese Mannschaft hat immer gearbeitet, auch nach Niederlagen. 2025 lief überragend, doch dieses 2025 wurde im emotional schwierigen Jahr 2024 aufgebaut. Trotzdem hat keiner aufgehört, er selbst zu sein, an sich zu glauben und die anderen zu unterstützen – genau deshalb sind wir jetzt so stark“, betonte Kompany.

Kompany kritisiert Schnelllebigkeit des Fußball-Geschäfts

Bei seiner Arbeit setze er auf „klare Analysen und meinen Staff. Mit beständiger Arbeit wird man Schritt für Schritt besser. Der Trainerjob ist der einzige Beruf, in dem man sogar absteigen kann und trotzdem ein besserer Coach wird“, sagte der frühere Weltklasseverteidiger. Seine vergangenen drei Jahre würden das zeigen: „Meister, Abstieg, Meister – und jedes Jahr war ich wieder ein bisschen besser. Im Fußball bekommt man viel zu schnell ein Etikett verpasst. Die Wahrheit ist: Man entwickelt sich weiter. Und das hört nie auf.“


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Als Trainer lernt man, dass man „mit der eigenen Persönlichkeit coachen muss“, führte der Münchner Erfolgstrainer weiter aus: „Man braucht einen roten Faden, der einem Orientierung gibt in einer Branche voller Meinungen über Systeme, Taktiken und Spiele. Für mich heißt das: Meine Teams sollen hart arbeiten, aggressiv sein, Herausforderungen lieben. Meine Spieler sollen aufstehen, nicht liegen bleiben.“

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Auf diesem Niveau sei es „Pflicht“, so Kompany, „alles zu geben. Man darf gern genießen, was der Erfolg mit sich bringt – aber man muss bereit sein, Opfer zu bringen. Hunger heißt: immer mehr wollen, immer bereit sein, mehr zu tun, und das gemeinsam.“ (sid/fwe)

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