Sportvorstand des FC Bayern München, Max Eberl, runzelt die Stirn und schaut in die Luft

Max Eberl ist seit März 2024 Sportvorstand des FC Bayern. Foto: imago/Matthias Koch

Ungewöhnlich: Bayern-Boss Eberl fragt Schiri nach Tipps zum Gegner

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National haben die Bayern ihre Ziele für 2025 schon erreicht. In der Königsklasse aber fehlt noch was. Torjäger und Edeljoker Harry Kane benennt den Auftrag gegen Sporting Lissabon.

Bei seinen intensiven Recherchen über Sporting Lissabon zapfte Max Eberl auch eine ungewöhnliche Quelle an. Der Sportvorstand des FC Bayern nutzte die Gelegenheit, um sich nach der prächtigen Münchner 5:0-Generalprobe beim VfB Stuttgart bei Schiedsrichter Tobias Stieler einen Form-Check über Portugals Meister einzuholen. 

Stieler bestätigt Eberls Gefühl

„Sporting ist gut“, lautet spätestens seitdem Eberls Einschätzung des Champions-League-Gegners am frühen Dienstagabend (18.45 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena. „Ich habe ehrlicherweise mit dem Schiedsrichter darüber gesprochen, weil der Herr Stieler Sporting gegen Brügge gepfiffen hat“, verriet Eberl, als er zur Einordnung des Gegners befragt wurde. Was er vom direkt beteiligten Augenzeugen Stieler angesichts des 3:0-Heimsieges der Portugiesen erfuhr, überraschte Bayerns Sportchef aber nicht wirklich.  

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„Er hat schon gesagt, dass das eine sehr, sehr gute Truppe ist“, sagte Eberl. „Das hätte ich jetzt nicht gebraucht. Aber es ist noch mal die Bestätigung dessen, was man so fühlt“, meinte Bayerns Sportvorstand. Und das Gefühl sei, „dass Sporting einfach eine sehr gute Mannschaft hat“.

Kompany nach Mega-Rotation: „Immer Vollgas“

Gut ja. Aber auch gut genug, um zum Stolperstein für die Bayern zu werden, die es sich mal eben in Stuttgart erlauben können, etliche Topspieler wie Drei-Tore-Joker Harry Kane ganz oder teilweise für die Champions League zu schonen? Der Engländer wird gegen Sporting wie Torwart Manuel Neuer, Jonathan Tah oder Serge Gnabry wieder in der Startelf erwartet – frisch und hungrig.  

„Immer Vollgas“ – dieses Motto kann Trainer Vincent Kompany dank einer planvollen Rotation auch im Jahresendspurt konsequent fortführen. Noch drei Partien stehen 2025 im Spielplan. Und die wichtigste ist die Sporting-Aufgabe.  

In der Bundesliga werden die Münchner – unabhängig vom Ausgang der ausstehenden zwei Partien gegen Mainz und in Heidenheim – als Erster in die kurze Winterpause gehen. Auch im DFB-Pokal überwintern sie; fürs Viertelfinale bekamen sie am Sonntagabend ein Heimspiel gegen RB Leipzig zugelost.  

Kane: „Top-8 ist unser Ziel“

In Europas Königsklasse aber geht es noch darum, am sechsten Vorrunden-Spieltag mit dem fünften Sieg einen vorentscheidenden Schritt zum direkten Einzug in das Achtelfinale zu machen. Eine zusätzliche Playoff-Runde im Februar soll – im Gegensatz zur vergangenen Saison – unbedingt vermieden werden.

„Wenn wir gewinnen, bringt uns das nahe der direkten Top-8-Qualifikation. Das ist unser Ziel“, sagte Torjäger Kane. Kompanys Hochrechnung für eine sichere Achtelfinal-Teilnahme lautete von Anfang an 18 Punkte. Bei der Premiere des neuen Vorrunden-Formates reichten in der vergangenen Spielzeit sogar 16. 

Kane möchte sich jede Rechnerei ersparen. „Drei Spiele haben wir noch, das Ziel ist, alle drei zu gewinnen“, sagte der Engländer zum machbaren Programm mit den Heimspielen gegen Sporting und Royale Union St. Gilloise aus Belgien sowie dem Abschluss-Trip in die Niederlande zur PSV Eindhoven.  

Karl erneut als Bayern-Held?

Das positive Urteil von Schiri Stieler über Sporting spiegelt sich auch in der Tabelle wider. Das spielstarke Team von Trainer Rui Borges mit Offensivkönnern wie Pedro Goncalves, Trincao oder Luis Suárez ist Achter und hat nur zwei Punkte weniger als die Bayern. Diese müssen wie schon beim 1:3 gegen Arsenal noch einmal ohne Luis Díaz auskommen, dessen Rot-Sperre aus dem Spiel bei Paris Saint-Germain inzwischen aber von drei auf zwei Partien reduziert wurde.

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Das Fehlen des Kolumbianers schafft Platz in der Offensive. Für Lennart Karl? Der Jungstar hätte bei einem Einsatz die Chance, weiter Geschichte in Europas Königsklasse zu schreiben. Der 17-Jährige traf beim 4:0 gegen Brügge und auch vor zwei Wochen beim 1:3 in London gegen Arsenal. Jetzt könnte Karl zum jüngsten Akteur werden, der in drei aufeinanderfolgenden Partien trifft. (dpa/lam)

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