Werder-Trainer Daniel Thioune tröstete nach Abpfiff Senne Lynen.

Werder-Trainer Daniel Thioune tröstete nach Abpfiff Senne Lynen. Foto: imago/Nordphoto

„Am Ende reicht es nicht“: Werder-Ärger nach Leipzig-Pleite

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Daniel Thioune lief mit den Händen in seiner Jogginghose enttäuscht auf den Platz, die Pleite gegen RB Leipzig schmerzte. Doch kurz danach hatte der Trainer von Werder Bremen sich gefasst, er richtete seine Mannschaft wieder auf – schließlich stehen für den SVW nach dem 1:2 (0:1) Wochen der Wahrheit im Abstiegskampf an. Erst geht es nach Köln, dann folgt das Derby gegen den Hamburger SV.

Da hätte ein größeres Polster gutgetan, aber dafür waren brutal effiziente Leipziger am Samstag zu stark. Die Mannschaft des früheren Werder-Trainers Ole Werner zeigte ihren Killerinstinkt und gewann durch Tore von Antonio Nusa (15.) und Romulo (52.). Bremen kam über den späten Anschlusstreffer von Salim Musah (90.+4), der sein erstes Bundesliga-Tor erzielte, nicht hinaus.

„Du bekommst ein Tor, das so einfach nicht passieren darf“, kritisierte Werders Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz. „Das 2:0 hat uns so ein bisschen den Stecker gezogen, dennoch sind wir noch einmal zurückgekommen. Aber am Ende reicht es dann nicht, obwohl alle alles gegeben haben.“ 

Leipzig bleibt eiskalt

Wer gehofft hatte, Werner würde Geschenke mitbringen, der sah sich früh getäuscht. Werder spielte bei herrlichem Fußball-Wetter zwar gut mit, aber Leipzig nutzte gleich die erste Chance eiskalt aus – den schnellen Konter schloss Nusa in seinem 50. Bundesliga-Spiel schnörkellos von der Strafraumgrenze ab.

Der Treffer hätte den Gästen bei der Startelf-Rückkehrer von Yan Diomande eigentlich in die Karten spielen müssen, aber Leipzig bekam mit den bissigen Bremern durchaus Probleme. Werder hängte sich voll rein, aber offensiv blieben die Aktionen doch zu harmlos. Wie etwa bei Cameron Puertas, der aus guter Position zu weit neben das Tor schoss (34.), oder dem Versuch von Romano Schmid (37.).

Ouédraogo feiert Comeback in der Schlussphase

Leipzig hingegen präsentierte sich vor dem Tor höchst konsequent. Kurz nach der Pause schien die Werder-Abwehr nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Amos Pieper (49.) noch unsortiert zu sein, im Gewusel kam der Ball irgendwie zu Romulo – und der Brasilianer blieb allein vor Werder-Keeper Mio Backhaus cool.

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Danach musste Leipzig nur noch in den Verwaltungsmodus schalten. Und so konnte Werner Nationalspieler Assan Ouédraogo nach dessen Knieverletzung noch zum Comeback verhelfen (86.). (sid)

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