Haitam Aleesami ist enttäuscht

Die Norweger von Bodö/Glimt haderten nach Abpfiff mit der bitteren Pleite Foto: imago/Bildbyran

„Albtraum“: Sensations-Norweger nach historischem Debakel am Boden zerstört

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Als die wundersame Reise des FK Bodö/Glimt durch halb Fußball-Europa ein jähes Ende gefunden hatte, ging Kjetil Knutsen mit seinen unfallartig gelandeten Helden hart ins Gericht. „Heute waren wir vier Nummern zu klein“, schimpfte der Trainer des schwer geschlagenen Außenseiters nach dem Achtelfinal-Drama in der Champions League bei Sporting Lissabon. Seine Elf, polterte Knutsen nach dem schmerzvollen 0:5 nach Verlängerung, habe ihre „Identität“ verleugnet: „Es war, als hätten wir den Kopf unter den Armen gehabt.“

Ja, das sei „meine Verantwortung“, bekannte der Coach und stellte fest, dass der norwegische Vizemeister „dem Anlass nicht gewachsen“ gewesen sei. Als erst zweite Mannschaft aus Norwegen hätte Glimt ins Viertelfinale der Champions League einziehen können, als erste seit Rosenborg Trondheim vor 29 Jahren.

Knutsen und seine Mannschaft wollten Geschichte schreiben

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Doch seine Spieler, klagte Knutsen, hätten „nie“ ihren „X-Faktor“ gefunden, der sie zu den sensationellen Siegen über Manchester City, Atlético Madrid und Inter Mailand getragen hatte. „Das“, sagte er, „ist brutal.“

Patrick Berg: „eine schlechte Version unserer selbst“

Nach dem 0:2 nach einer Stunde seien seiner Mannschaft „die Sicherungen rausgeflogen, ich kann es nicht erklären“. Was folgte, beschrieb der norwegische Rundfunk als „Kollaps“. Die Zeitung „Verdens Gang“ kommentierte: „Es sollte ein Festabend werden – und endete als Albtraum.“ Kapitän Patrick Berg bekannte, er und seine Kollegen seien „eine schlechte Version unserer selbst“ gewesen, „das fühlt sich hart an“.

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Ganz anders Sporting, das nach dem 0:3 im Hinspiel als erst fünfte Mannschaft seit der Neugründung des Wettbewerbs einen Rückstand von drei oder mehr Toren drehte. „Record“ schrieb von einem „epischen Comeback“, laut „A Bola“ hat Lissabon „das Unmögliche“ möglich gemacht. Der Lohn: Der erst zweite Einzug in die Runde der letzten Acht des größten Europacups nach der Premiere 1983 im damaligen Landesmeisterpokal. (sid/vb)

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