Senegal bei der Siegerehrung

Senegal gewinnt zum zweiten Mal den Afrika-Cup – unter skandalösen Umständen. Foto: Imago / Shengolpixs

„Beschämend!“ Afrika-Cup-Finale endet im völligen Chaos – Infantino empört

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Nach einem chaotischen Finale um den Afrika-Cup hat Marokkos Trainer Walid Regragui harte Kritik geübt. Auch der FIFA-Boss reagierte empört.

„Das Bild, das wir vom afrikanischen Fußball abgegeben haben, war eher beschämend. Ein Spiel mehr als zehn Minuten lang unterbrechen zu müssen, während die ganze Welt zuschaut, ist nicht sehr stilvoll“, sagte Regragui. Der Afrika-Cup-Triumph des Senegal um Bayern-Profi Nicolas Jackson und Topstar Sadio Mané durch ein 1:0 nach Verlängerung gegen Gastgeber Marokko war überschattet von einem Skandal.

Afrika-Cup: Senegal besiegt im Skandal-Finale Marokko

Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff unmittelbar vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das Team aus dem Senegal den Platz aus Protest verlassen. Sogar ein Abbruch des Afrika-Cup-Finales schien möglich, nachdem auch auf den Tribünen in Rabat Chaos ausgebrochen war. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies.

Mané konnte sein Team schließlich zu einer Rückkehr auf den Platz bewegen. „Es wäre wirklich traurig und bedauerlich gewesen, ein Finale so enden zu sehen. Es ist unmöglich, der Welt ein solches Bild zu vermitteln“, sagte der frühere Münchner. Er hätte „lieber verloren, als so ein Ende zu erleben. Das hat mich dazu bewegt, den Jungs zu sagen, sie sollen auf den Platz zurückkehren und unseren Fußball spielen.“

Mané kündigte Karriereende in der Nationalmannschaft an

Den Strafstoß verschoss Marokkos Brahim Díaz. In der Verlängerung wurde Pape Gueye (94.) mit einem Traumtor zum gefeierten Helden des Senegal, der den Afrika-Cup zum zweiten Mal nach 2022 gewann.

Sadio Mané kündigte nach dem gewonnenen Finale sein Karriereende in der Nationalmannschaft an. Imago / Shengolpixs
Sadio Mané mit dem Pokal
Sadio Mané kündigte nach dem gewonnenen Finale sein Karriereende in der Nationalmannschaft an.

Nach dem Afrika-Cup-Finale stand Mané erneut im Mittelpunkt. Der 33-Jährige kündigte an, seine Länderspielkarriere nach der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zu beenden. „Wenn man Sadio Mané heißt, gehört diese Entscheidung nicht mehr nur ihm. Da steht ein Volk hinter ihm, das ihn gerne weitermachen sehen würde. Ich denke, diese Entscheidung hat er im Affekt getroffen. Das Land ist nicht einverstanden“, sagte Nationaltrainer Pape Thiaw.

Infantino: „So etwas hat im Fußball nichts zu suchen“

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat derweil die Vorfälle im Afrika-Cup-Endspiel als „inakzeptabel“ bezeichnet. „Wir verurteilen das Verhalten einiger ‘Fans‘ sowie einiger senegalesischer Spieler und Mitglieder des Trainerstabs aufs Schärfste. Es ist inakzeptabel, das Spielfeld auf diese Weise zu verlassen, und Gewalt darf in unserem Sport nicht toleriert werden“, sagte der Schweizer.

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„Wir müssen die Entscheidungen der Schiedsrichter auf und neben dem Spielfeld stets respektieren“, meinte Infantino. Alles andere würde das Wesen des Fußballs gefährden. Die unschönen Szenen müssten verurteilt werden und dürften sich niemals wiederholen. „So etwas hat im Fußball nichts zu suchen“, meinte Infantino. Er erwarte, dass die zuständigen Disziplinargremien des afrikanischen Fußball-Verbandes CAF die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. (sid/dpa/hmg)

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