Bayern-Fans posieren bei der Klub-WM in den USA.

Bei der Klub-WM kamen auch Fans aus aller Welt in die USA. Da gab es die nun angekündigten Maßnahmen seitens der US-Regierung noch nicht. Foto: IMAGO/PMEimages

„Absolut inakzeptabel“: Fan-Vertreter reagiert gereizt auf Trumps WM-Vorstoß

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Die Anordnung, wonach Reisende in die USA künftig ihre Online-Aktivitäten über fünf Jahre offenlegen sollen, hat im Hinblick auf die Fußball-WM 2026 für Empörung gesorgt. Die Pläne der US-Regierung seien „absolut inakzeptabel. Meinungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre sind universelle Menschenrechte. Kein Fußballfan gibt diese Rechte auf, nur weil er eine Grenze überquert“, sagte Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE), der Sportschau.

In einer neuen Anordnung des US-Heimatschutzministeriums aus der vergangenen Woche heißt es, alle Reisende aus Ländern ohne Visumpflicht müssten demnächst „ihre Sozialen Medien der vergangenen fünf Jahre vorlegen“. Auch Deutsche wären davon betroffen. Zudem werden persönliche Daten von Familienmitgliedern verlangt, wie Namen, Anschriften und Telefonnummern. Die Neuregelung soll binnen 60 Tagen in Kraft treten, wenn sie nicht juristisch angefochten wird. 

Fan-Vertreter nimmt FIFA in die Pflicht

Die Richtlinie schaffe „eine beklemmende Atmosphäre der Überwachung, die dem einladenden und offenen Geist der Weltmeisterschaft diametral entgegensteht, und muss daher unverzüglich zurückgenommen werden“, forderte Evain zudem in einem FSE-Statement, er warnte vor einer „Weltmeisterschaft ohne Regeln“. Es sei „dringend notwendig“, dass der Weltverband FIFA „die Sicherheitsdoktrin des Turniers klärt, damit die Fans eine fundierte Entscheidung treffen können, ob sie reisen oder zu Hause bleiben“. 

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Minky Worden von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch sieht ebenfalls die FIFA in der Pflicht. Diese müsse die Trump-Regierung „unter Druck setzen“. Die WM sei „keine Gelegenheit für die USA, Fans und Journalisten, deren Meinungen Trumps Mitarbeitern nicht passen, auszuschließen und zu schikanieren“, sagte Worden dem Nachrichtenmagazin POLITICO zufolge. Der Ticketverkauf für das Turnier befindet sich in den letzten Zügen. (sid)

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