8:1-Gala! Gnadenlose Bayern schießen „peinliches“ Wolfsburg ab
Als Harry Kane und Michael Olise kurz vor dem Schlusspfiff den Platz verließen, erhoben sich die Fans in der Allianz Arena und klatschten begeistert Beifall. Dank seiner glänzend aufgelegten Offensive dreht der FC Bayern auch im neuen Jahr an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga einsam seine Kreise. Der deutsche Rekordmeister nutzte die erneute Steilvorlage von Borussia Dortmund beim 8:1 (2:1) gegen Lieblingsgegner VfL Wolfsburg fulminant aus und vergrößerte seinen Vorsprung auf den ersten „Verfolger“ noch vor Ende der Hinrunde auf elf Punkte.
„Das schmeckt gut. Das hatten wir uns vorgenommen, uns an einem kalten Januartag ein bisschen in die Herzen zu spielen. Wir verwalten nicht, wir gehen auf das nächste Tor“, sagte Kapitän Manuel Neuer bei DAZN. Nach dem 3:3 des BVB bei Eintracht Frankfurt kamen die Bayern am Sonntag dank der Eigentore von Wolfsburgs Kilian Fischer (5.) und Moritz Jenz (53.) sowie der Treffer von Luis Díaz (30.), Olise (50., 76.), Raphael Guerreiro (68.), Kane (69.) und Leon Goretzka zum Sieg. Dzenan Pejcinovic (13.) hatte zwischenzeitlich für Wolfsburg ausgeglichen. Gewinnen die Bayern auch am Mittwoch (20.30 Uhr) beim 1. FC Köln, würden sie die bislang beste Bundesliga-Hinrunde perfekt machen.
FC Bayern baut Vorsprung an der Tabellenspitze aus
Die Münchner bauten bei Minustemperaturen in Fröttmaning auch ihre Fabelserien gegen den VfL aus. Zum 21. Mal in Folge blieben sie gegen die Wolfsburger in der Liga ungeschlagen, zu Hause haben die Bayern in nun 29 Liga-Spielen ohnehin noch nie gegen die Wölfe verloren (27 Siege, 2 Unentschieden). „Das war ein kompletter Ausfall“, sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler nach der höchsten Bundesliga-Niederlage in der Geschichte des VfL: „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Damit besteht man in der Bundesliga nicht. Eigentorschütze Fischer kommentierte den Auftritt: „Einfach peinlich!“

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Trainer Vincent Kompany musste im ersten Pflichtspiel des Jahres wie angekündigt noch auf Jamal Musiala verzichten. Der Zauberfuß, der in den kommenden Spielen sein Comeback geben soll, fehlte wie auch Joshua Kimmich (Sprunggelenk) und Alphonso Davies (krank) im Münchner Kader. Kimmich wurde von Tom Bischof ersetzt, Neuer (nach Muskelfaserriss) und Konrad Laimer (nach Gelbsperre) kehrten in die Startelf zurück.
Bayern erwischte gegen Wolfsburg einen Traumstart
Die Bayern erwischten einen perfekten Start. Beim ersten richtigen Angriff der Gastgeber spielte Díaz den Ball scharf in die Mitte, Fischer, der nach einer dreimonatigen Pause wegen einer Sprunggelenksverletzung sein Comeback gab, traf unter Druck von Olise ins eigene Tor. Die Wolfsburger ließen sich davon jedoch nicht entmutigen – im Gegenteil.
Die Mannschaft von Trainer Daniel Bauer setzte die Bayern immer wieder früh unter Druck und suchte den Weg nach vorne. Pejcinovic belohnte die Bemühungen nach einem Steckpass von Lovro Majer schon früh. Auch danach blieben die Gäste mutig. Nach einer halben Stunde brachte Díaz die Bayern aus kurzer Distanz jedoch wieder in Führung – der Kolumbianer verwertete eine Flanke von Olise per Kopf.
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Mit viel Tempo kamen die Münchner aus der Kabine. Olise (48.) scheiterte zunächst noch an Kamil Grabara, kurz darauf hatte der VfL-Keeper dann aber das Nachsehen gegenüber dem Franzosen. Nur drei Minuten später sammelte Olise dann bereits seine dritte Torbeteiligung, seinen Pass ins Zentrum klärte Jenz vor dem herangrätschenden Díaz ins eigene Tor. Guerreiro und Kane mit einem Traumtor machten es deutlich. Der überragende Olise und Goretzka sorgten für die höchste Bundesliganiederlage der Wolfsburger. (mp/sid)
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