Fußball-WM

Vor Achtelfinale gegen Ägypten: Argentinien-Trainer kritisiert WM-Spielplan

Lionel Scaloni spricht bei einer Pressekonferenz in Atlanta vor WM-Logowand und mit Spielball auf dem Tisch.
Scaloni ist mit der Spielansetzung der FIFA unzufrieden.

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni sieht den Spielplan der WM kritisch. Vor dem Achtelfinale gegen Ägypten fordert der Weltmeister-Coach längere Erholungsphasen für die Teams.

Argentiniens Nationaltrainer Lionel Scaloni hat sich über den eng getakteten Spielplan in der Endphase der Fußball-WM beklagt und längere Verschnaufpausen gefordert.

„Je näher man dem Ende kommt und je mehr Spiele absolviert wurden, desto mehr Erholung braucht man – doch genau das Gegenteil passiert“, sagte Scaloni vor dem Achtelfinale am Dienstag (18 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Atlanta gegen Ägypten.

Scaloni: Erholungszeit „nicht ideal“

Am Freitag hatte die Albiceleste ihr Sechzehntelfinale gegen Kap Verde bestritten und sich erst nach Verlängerung durchgesetzt. „Wir haben in Miami bei dieser Hitze gespielt und morgen spielen wir bereits wieder mittags“, klagte Scaloni am Montag (Ortszeit). „Die Erholungszeit ist nicht ideal.“

Ich glaube, dass Erholung umso wichtiger wird, je weiter die Weltmeisterschaft fortschreitet.

Scaloni

Ägypten, das ebenfalls am Freitag im Einsatz gewesen war, habe „ein paar Stunden mehr“ zur Regeneration gehabt. „Kein riesiger Unterschied, aber ich glaube, dass Erholung umso wichtiger wird, je weiter die Weltmeisterschaft fortschreitet.“


Messi trotz 120 Minuten fit

Sollte Argentinien das Finale erreichen, hätte das Team um Superstar Lionel Messi am Ende innerhalb von 17 Tagen fünf Spiele bestritten. Die zusätzlichen 30 Minuten in der Hitze von Miami hatten den Spielern sichtbar zugesetzt, viele beendeten die Partie mit Krämpfen.

Scaloni bestätigte jedoch, dass Messi trotz der vollen 120 Minuten einsatzbereit sei und gegen Ägypten von Beginn an spielen könne.

„Keine typische WM“

Der argentinische Nationaltrainer verwies zudem auf die besonderen Bedingungen der Endrunde in drei Gastgeberländern mit unterschiedlichen Zeitzonen und klimatischen Verhältnissen.

„Es gibt viele Faktoren, die verhindern, dass sich eine Mannschaft klar als Favorit absetzt, auch wenn die üblichen Favoriten weiterhin dabei sind“, sagte Scaloni. Es sei „in dieser Hinsicht keine typische WM“. (sid/ggg)

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