Fußball-WM

Oliver Kahn zum DFB? Ex-Nationalspieler wünscht sich auch Bobic in einer Chefrolle

Oliver Kahn bei der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens in München.
Oliver Kahn war bei den Bayern als Vorstands-Boss gescheitert.

Nach dem WM-Desaster fordert Ex-Europameister Thomas Strunz tiefgreifende Veränderungen beim DFB – und nennt mit Oliver Kahn und Fredi Bobic prominente Kandidaten für Führungsrollen im Verband.

Der frühere Fußball-Europameister Thomas Strunz rät dem DFB nach dem desaströsen WM-Aus, Ex-Profis in prominente Rollen zu bringen.

„Wir brauchen ehemalige Spieler, die erfahren haben und wissen, was Erfolg auf dem Platz bedeutet, die schon in Vereinen gearbeitet haben, Strukturen kennen und aufbauen können“, schrieb Strunz im „Kicker“.

Strunz: „Bobic ist für mich ein potenzieller DFB-Geschäftsführer“

Der 58-Jährige nannte auch konkrete Namen. „Fredi Bobic wäre ein Mann mit Hintergrund, er hat aus der grauen Maus Eintracht Frankfurt einen erfolgreichen Klub gemacht“, schrieb Strunz. „Bobic ist für mich ein potenzieller DFB-Geschäftsführer. Vielleicht wäre auch Oliver Kahn interessiert.“

Kahn war Kapitän im Nationalteam und beim FC Bayern. Als Vorstandschef scheiterte er beim deutschen Rekordmeister.

Kritik an Strukturen beim DFB

Strunz sieht es als wichtig an, dass nicht nur der Bundestrainer ausgetauscht wird. „Ist es allein damit getan, dass er durch Jürgen Klopp oder einen anderen ersetzt wird? Nein. Die Strukturen und Menschen im Verband bleiben die gleichen. Da ändert sich nichts“, schrieb er.

„Eine Person allein kann den schwerfälligen Tanker DFB nicht in Bewegung setzen“, meinte der frühere Bayern-Profi weiter.

Strunz bringt Philipp Lahm als DFB-Präsidenten ins Spiel

Strunz kritisierte zudem die Strukturen beim Verband deutlich. „Es ist ein Bürokratenstadel“, sagte er und bemängelte mangelnde Einbindung ehemaliger Nationalspieler. Auch Philipp Lahm brachte er als möglichen DFB-Präsidenten ins Spiel.

Lahm selbst hatte eine mögliche Funktion im Verband zuletzt nicht ausgeschlossen, betonte aber, dass sein aktuelles Leben gut ausgefüllt sei. (dpa/ggg)

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