Fußball-WM

Offiziell! Ägypten legt bei der FIFA Beschwerde ein und will den Schiri canceln

Schiedsrichter François Letexier zeigt einer Person auf der ägyptischen Bank die Rote Karte, Hossam Hassan greift ein.
Schiedsrichter François Letexier zeigte in der turbulenten Schlussphase auch eine Rote Karte gegen einen Offiziellen Ägyptens.

Nach dem dramatischen Achtelfinal-Aus gegen Argentinien hat der ägyptische Fußballverband offiziell Beschwerde bei der FIFA eingereicht. Der Verband kritisiert mehrere Schiedsrichterentscheidungen und fordert Konsequenzen für das komplette Unparteiischen-Team.

Ägyptens Fußballverband hat nach der 2:3-Niederlage gegen Argentinien im WM-Achtelfinale offiziell Beschwerde bei der FIFA eingelegt. Verbandsboss Hany Abo Rida warf dem französischen Schiedsrichter Francois Letexier in einem Schreiben „schwerwiegende Fehler“ vor.

Neben einer Untersuchung der Vorfälle forderte Abo Rida auch den Ausschluss des gesamten Schiedsrichtergespanns von der Weltmeisterschaft.

Kritik an Entscheidungen und Videobeweis

Der Verbandspräsident sprach von „der Anwendung zweierlei Maßstäbe, was dazu führte, dass die ägyptische Mannschaft das Spiel verlor und ausschied“. Zudem kritisierte er „eklatante Fehler und die Weigerung, bestimmte Videosequenzen zu überprüfen“.

Aus Sicht der Ägypter hätte es vor dem argentinischen Siegtreffer durch Enzo Fernández in der 90.+2 Minute einen Strafstoß geben müssen. Demnach sei Hamdy Fathy im argentinischen Strafraum gefoult worden.

Diskussion um aberkanntes Tor und Manipulationsvorwürfe

Darüber hinaus beklagte der Verband ein aus seiner Sicht zu Unrecht aberkanntes Tor von Mostafa Ziko in der 58. Minute.

Auch Nationaltrainer Hossam Hassan hatte direkt nach dem Spiel von einer Ungerechtigkeit gesprochen. „Vielleicht wollte man den Weltmeister im Wettbewerb behalten. Vielleicht wollte man, dass Messi weiter im Rennen bleibt“, sagte er bei BeIN Sports.

Hassan legte nach: „Das war ein manipuliertes Spiel und die ganze Welt hat es gesehen.“

Ex-Schiedsrichter Ittrich sieht strittige Szenen

Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Patrick Ittrich erkannte zumindest ein Ungleichgewicht bei den Entscheidungen. „Alle strittigen Entscheidungen sind gegen Ägypten getroffen worden. Die negativen Emotionen sind nachvollziehbar“, sagte er bei MagentaTV.

Bei der Szene des vermeintlichen Elfmeters erklärte Ittrich zudem: „Wie am Trikot gezogen wird, ist sichtbar. Für mich ist das ein Strafstoß.“ (sid/ggg)

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