Fußball-WM
Nach WM-Aus: Wie geht es jetzt mit Bundestrainer Nagelsmann weiter?
Nach dem WM-Aus gegen Paraguay hat sich Bundestrainer Julian Nagelsmann zu seiner Zukunft geäußert. Der 38-Jährige will gerne beim DFB weitermachen und als Cheftrainer in die EM 2028 gehen.
Julian Nagelsmann will auch nach dem frühen WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft Bundestrainer bleiben. Der 38-Jährige erklärte noch im Stadion von Foxborough nach der Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paraguay und dem damit verpassten Einzug ins Achtelfinale seine Bereitschaft, im Amt zu bleiben.
„Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte. Und wenn man das nicht möchte, muss man das sagen“, erklärte Nagelsmann bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund läuft noch bis nach der EM 2028.
Der DFB hatte sich schon 2018 und 2022 blamiert
Wie beim Vorrunden-Aus 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasste das DFB-Team beim XXL-Turnier mit erstmals 48 Mannschaften in Amerika zum dritten Mal nacheinander die Runde der besten 16 Teams. Wie reagiert der Verband auf dieses erneute sportliche Desaster? Hält er am Coach fest?
„Ich stehe zur Verfügung. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen“, sagte Nagelsmann im ZDF nach dem enttäuschenden Auftritt im Sechzehntelfinale. Der ehemalige Bundesliga-Trainer (TSG Hoffenheim, RB Leipzig, FC Bayern München) hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Seine ersten Länderspiele bestritt er dabei im Oktober 2023 übrigens ebenfalls auf einer US-Reise. Und in Foxborough leitete er damals sogar seine ersten Trainingseinheiten.
Nagelsmann erfreute sich nach EM 2024 noch größter Beliebtheit
Nagelsmann war damals „die Wunschlösung“ von DFB-Sportdirektor Rudi Völler, der in der derzeit etwas mehr als 1.000 Tage währenden Amtszeit Nagelsmanns wichtigster Ansprechpartner im Verband war. „Julian ist immer noch ein absoluter Top-Trainer“, bekräftigte Völler nach dem Aus gegen Paraguay. „Ich bin immer noch davon überzeugt, dass er der Richtige ist. Aber ich bin nicht der DFB alleine.“
Nagelsmanns erklärtes Ziel war es, die deutsche Mannschaft bei dem XXL-Turnier mit erstmals 48 Teilnehmern in Kanada, Mexiko und den USA zum fünften Weltmeistertitel zu führen. Bei seinem ersten Turnier als DFB-Chefcoach war er vor zwei Jahren bei der Heim-EM im Viertelfinale gegen den späteren Titelgewinner unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.
DFB-Spitze diskutiert seit Abpfiff über Nagelsmanns Zukunft
Der Verband mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze muss sich nun intern beraten, ob Nagelsmann noch der richtige Chefcoach ist. Wie MagentaTV berichtete, liefen die Diskussionen über Nagelsmanns Zukunft zwischen Neuendorf, Völler und Andreas Rettig in den Stadion-Katakomben schon wenige Minuten nach Abpfiff. Als Top-Kandidat für eine mögliche Nachfolge dürfte zumindest öffentlich Jürgen Klopp gehandelt werden. Der 59-Jährige ist seit Januar 2025 als Global Head of Soccer für die Red Bull GmbH tätig.
Davor war Klopp unter anderem sehr erfolgreich als Trainer bei Borussia Dortmund dem FC Liverpool tätig. Mit dem BVB wurde er deutscher Meister, mit Liverpool gewann er die Champions League. Bei der WM arbeitet Klopp als Experte für MagentaTV.
Das erste Länderspiel der deutschen Mannschaft nach der WM findet am 24. September in den Niederlanden zum Start in die Nations League statt. Weitere Gruppengegner bis zum Jahresende sind Griechenland und Serbien. (dpa/vb)
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