Fußball-WM

Nach Nagelsmann-Beben: Erster DFB-Boss kündigt seinen Abschied an!

Watzke, Rettig, Völler und Neuendorf stehen beim Länderspiel Frankreich gegen Deutschland in Lyon zusammen.
Die DFB-Spitze: Andreas Rettig (l.), Rudi Völler und Präsident Bernd Neuendorf (r.)

Andreas Rettig hat erklärt, dass er seinen zum 31. Dezember 2026 auslaufenden Vertrag als Sport-Geschäfsführer beim DFB aus persönlichen Gründen nicht verlängern werde. Mit dem WM-Debakel soll der Schritt nichts zu tun haben.

Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig verlässt den DFB zum Jahresende. Dies gab der DFB in der Mitteilung zum Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem WM-Debakel bekannt. Keine Angaben machte der Verband zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler. Der Weltmeister von 1990 war für Nagelsmann erster Ansprechpartner beim Verband.

Der 63 Jahre alte Rettig, der einst Geschäftsführer beim FC St. Pauli gewesen ist, habe während der Sitzung der Gesellschaftervertreter und des Aufsichtsrates erklärt, dass er seinen zum 31. Dezember 2026 auslaufenden Vertrag aus persönlichen Gründen nicht verlängern werde. Darüber habe er den DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf bereits vor Beginn der laufenden WM informiert.

Es müssen Weichen gestellt werden, und das soll nicht der scheidende Geschäftsführer machen.

Andreas Rettig

Andreas Rettig verlängert Vertrag beim DFB nicht

„Das ist keine Entscheidung, die mit dem Turnier in Zusammenhang steht (...). Wir haben dann verabredet, damit keine unnötige Unruhe (...) entsteht, das nicht zu kommunizieren“, sagte Rettig am DFB-Campus. „Es müssen Weichen gestellt werden, und das soll nicht der scheidende Geschäftsführer machen.“ Er werde seiner Arbeit in den nächsten Monaten aber ganz normal nachgehen und seinen Vertrag erfüllen.

Rettig hatte sein Amt im September 2023 übernommen, zuvor galt er als einer der schärfsten DFB-Kritiker im Profifußball. Von 2013 bis 2015 war er Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL). Als Spitzenfunktionär arbeitete der gebürtige Leverkusener unter anderem für St. Pauli, den 1. FC Köln, SC Freiburg und FC Augsburg.

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