Fussball-WM

Nach bitterem WM-Aus: Niederländischer Verband leitet rechtliche Schritte ein

Niederländische Nationalspieler stehen vor dem WM-Achtelfinale gegen Marokko in Monterrey auf dem Rasen.
Einige Elfmeterschützen der Niederländer wurden heftigst rassistisch beleidigt.

Nach dem bitteren WM-Aus im Elfmeterschießen reagiert der niederländische Fußballverband auf rassistische Beleidigungen gegen eigene Spieler. Der KNVB hat nach eigenen Angaben rechtliche Schritte eingeleitet und fordert klare Konsequenzen.

Das WM-Aus beschäftigt die niederländischen Fußballer noch immer – aus einem traurigen Grund. Nach den rassistischen Beleidigungen gegen einige Spieler der Nationalmannschaft hat der niederländische Verband nach eigenen Angaben Anzeige beim Generalstaatsanwalt der Niederlande erstattet.

„Es ist leider nie möglich, lückenlos zu sein, jede rassistische Reaktion zu erkennen und zu sanktionieren, aber der KNVB ist sehr darum bemüht, ein ganz deutliches Signal zu senden: Es gibt Grenzen, und wer sie überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen“, heißt es in einer Verbandsmitteilung.

Kluivert, Timber und Summerville wurden rassistisch beleidigt

Das Oranje-Team war bei der Fußball-WM im Sechzehntelfinale im Elfmeterschießen an Marokko gescheitert. Dabei hatten Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville verschossen und waren danach in den sozialen Medien zum Teil rassistisch beleidigt worden. Das Trio schloss deshalb die Kommentarfunktionen in den jeweiligen Accounts.

„Fußball bringt Millionen verschiedene Menschen zusammen und Diskriminierung sorgt für das Gegenteil. Das widerspricht also allem, wofür der Fußball steht“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbands am Tag nach dem WM-Aus. Nun seien bereits einige Posts bei X gelöscht worden. (dpa/ggg)

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