Fußball-WM
Messi-Wahnsinn! Superstar mit Tränen nach WM-Gala – Trainer bricht Interview ab
Argentinien hat das WM-Viertelfinale erreicht. In einem packenden Spiel gegen Ägypten drehte der Weltmeister von 2022 einen 0:2-Rückstand in ein 3:2. Vorne weg marschierte erneut Lionel Messi.
Wer soll dieses Argentinien stoppen? Der amtierende Weltmeister scheint bei diesem Turnier allen Widerständen zu trotzen. Nach einem 0:2-Rückstand spät in der zweiten Hälfte drehen Lionel Messi und seine Mitstreiter die Partie doch noch in ein 3:2 um und stehen nach einem furiosen Finish mit einem bärenstarken Messi an der Front im Viertelfinale. Argentinien könnte als erst zweite Nation einen WM-Titel verteidigen.
Messi beherrscht seit Argentiniens WM-Start die Schlagzeilen, als er mit einem Dreierpack zum WM-Rekordtorschützen aufstieg. Bis zum Achtelfinale traf er vier weitere Male und vieles deutet daraufhin, dass die Südamerikaner ihren Titellauf von Katar vor vier Jahren wiederholen können. Auch weil Messi gegen Ägypten erneut traf und wirbelte. Der Turnierbaum mit den Afrikanern im Achtelfinale und im Anschluss nun mit der Schweiz scheint wie gemalt für ein langes Messi-Turnier.
Argentinien beweist Nehmerqualitäten
Dieser Eindruck hat auch nach dem Atlanta-Drama bestand. Denn sowohl das nicht hochgehandelte Kap Verde, das Argentinien in der Runde zuvor mit 3:2 nach Verlängerung niedergerungen hatte, als auch Außenseiter Ägypten, das schon 2:0 führte, konnten Messi und Co. nicht stoppen. Argentinien überzeugte erneut mit starken Nehmerqualitäten.
Und die waren erforderlich. Denn in der ersten Halbzeit hatten die Afrikaner, bei denen Ex-Liverpool-Star Salah den Ton angab, den Favoriten geschockt, als Yasser Ibrahim aus dem Nichts zum 1:0 einköpfte (15.). Dann verschoss Messi sogar einen Elfmeter (21.). Im zweiten Durchgang rettete der Videoschiedsrichter Argentinien, als er beim vermeintlichen 2:0 ein Foul in der Torentstehung anmerkte (60.). Kurz darauf erhöhte der zuvor schon erfolgreiche Mostafa Ziko doch auf 2:0 (67.) – und alles, wirklich alles roch nach Sensation.
Messi bereitet vor und vollstreckt selbst
Messi blickte völlig schockiert ins von Landsleuten bis unters Dach besetzte Mercedes-Benz-Stadium von Atlanta. Doch irgendwas schien den achtfachen Gewinner des Ballon d'Ors nun anzustacheln. Der mittlerweile schon 39-jährige Superstar übernahm das Kommando und schnallte seine Mannschaft auf seinen Rücken, trug den taumelnden Weltmeister zurück ins Spiel, bereitete den wichtigen Anschlusstreffer von Cristian Romero vor (79.) und drosch den Ball zum Ausgleich höchstpersönlich unter die Latte (84.) – sein achtes Tor bei dieser WM, sein 21. Endrunden-Tor insgesamt. Neun WM-Spiele in Folge hat Argentiniens Nummer zehn nun getroffen.
Dass die Stimmung im Stadion dann noch in der regulären Spielzeit überkochte, verfolgte Messi dann aus der Beobachterrolle, denn am Kontertor von Enzo Fernandez (90.+2) war er nicht beteiligt. Nach weiteren fast zehn Minuten und zahlreichen Karten gegen die tobende ägyptische Bank war es dann geschafft und Messi hatte Tränen in den Augen.
Argentinien könnte Brasilien folgen
Seine Reise geht weiter. Im Viertelfinale wartet nun die Schweiz. Argentinien könnte nach Brasilien 1958 und 1962 die erst zweite Nation sein, die ihren WM-Titel verteidigt. Nach dem Wahnsinn von Atlanta scheint das realistischer denn je.
Die Tränen von Messi und einigen seiner Teamkollegen wurden nach dem Spiel noch von Trainer Lionel Scaloni getoppt. Der Weltmeister-Coach brach das Interview nach Abpfiff völlig überwältigt ab. „Ich kann nicht mehr“, sagte er: Es tut mir leid. Was für eine Gruppe.“
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