Fussball-WM

Iran-Kapitän kritisiert die FIFA scharf: „Katastrophen-Weltmeisterschaft!“

Mehdi Taremi (9) führt den Ball im WM-Spiel Iran gegen Ägypten in Seattle.
Mehdi Taremi ist Kapitän und absoluter Führungsspieler für die iranische Nationalmannschaft.

Irans Nationalkapitän Mehdi Taremi erhebt nach dem 1:1 gegen Ägypten schwere Vorwürfe gegen die FIFA. Grund sind massive Reise- und Visa-Probleme, die das Team im WM-Alltag erheblich beeinträchtigen.

Iran-Kapitän Mehdi Taremi hat die FIFA nach dem letzten Gruppenspiel deutlich attackiert. Nach dem 1:1 gegen Ägypten sprach der Angreifer von einer „Katastrophen-Weltmeisterschaft“.

Die iranische Mannschaft sieht sich laut Taremi unter besonderen Belastungen, die den sportlichen Wettbewerb erschweren.

Reiseprobleme und Visa-Streit belasten Team

Der Iran muss für jedes WM-Spiel aus dem Mannschaftsquartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und darf sich dort nur kurz aufhalten.

Zusätzlich berichten Verbandsvertreter von fehlenden Visa für mehrere Betreuer und Funktionäre. Diese Situation werde als klare Benachteiligung empfunden.

Sie müssen jedes kleine Problem lösen, aber unseres konnten sie von Anfang an nicht lösen.

Mehdi Taremi

„Das liegt in der Verantwortung der FIFA“, sagte Taremi. „Sie müssen jedes kleine Problem lösen, aber unseres konnten sie von Anfang an nicht lösen.“


FIFA unter Druck – Gespräche ohne Lösung

FIFA-Präsident Gianni Infantino soll nach dem Auftaktspiel gegen Neuseeland persönlich in der Kabine gewesen sein und Verbesserungen versprochen haben. Laut Taremi habe sich jedoch bislang nichts an der Situation geändert.

Sportliche Lage weiter offen

Sportlich steht der Iran nach der Gruppenphase mit drei Punkten und ausgeglichenem Torverhältnis auf Rang drei der Gruppe.

Ob sich das Team als einer der besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale qualifiziert, ist wegen der noch ausstehenden Spiele in anderen Gruppen weiterhin unklar. (dpa/ggg)

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