Fußball-WM

Ex-DFB-Präsident enthüllt: Klopp sollte schon 2022 Bundestrainer werden

Thomas Müller und Jürgen Klopp sprechen in Houston bei der WM, im Hintergrund weitere Zuschauer.
Die MagentaTV-experten Jürgen Klopp (r.) und Thomas Müller bei der WM.

Reinhard Grindel spricht über einen Plan des DFB von 2019, der letztlich nicht in die Tat umgesetzt wurde. Nun könnte es aber zu der Zusammenarbeit kommen.

Jürgen Klopp sollte bereits 2022 Bundestrainer werden - als Nachfolger von Joachim Löw. Diesen Plan verfolgte der DFB 2019, wie der damalige Verbandspräsident Reinhard Grindel nun bestätigte.

Wegen meines Rücktritts sind diese Überlegungen offenbar nicht weiterverfolgt worden.

Reinhard Grindel

Über eine lose Vereinbarung mit Klopp wurde schon lange geraunt, Grindel verrät, wie sie aussah. „Das wusste Klopp auch, weil ihm dies Vertreter des DFB im Frühjahr 2019 in Liverpool erläutert haben“, sagte Grindel dem „Münchner Merkur“ über die Verabredung für 2022. „Wegen meines Rücktritts sind diese Überlegungen offenbar nicht weiterverfolgt worden.“

Grindel verließ den DFB 2019

Grindel legte sein Amt im April 2019 nieder, angesichts großen öffentlichen Drucks unter anderem wegen einer übereilten Vertragsverlängerung mit Löw nach der missratenen WM 2018 - bis 2022. Löw hielt sich bis in den November 2021, die gleichfalls sportlich, aber auch kommunikativ desaströse WM in Katar verantwortete Hansi Flick.

Klopp ist derzeit der heißeste Nachfolge-Kandidat für Julian Nagelsmann, mit dessen baldiger Entlassung allgemein gerechnet wird. Die DFB-Spitze will Nagelsmann Medienberichten zufolge aber noch einmal anhören. (dpa/eli)